ie sind Idealisten, Geschäftsleute und Traditionsfans, und ohne sie läuft beim Kulmbacher Altstadtfest nichts: Die Straßenzugbeauftragten teilen sich mit dem Tourismus- und Veranstaltungsservice der Stadt die Organisation der Großveranstaltung, die tausende Gäste in die Innenstadt lockt.
Die Idee: Die Stadt bietet den Rahmen, kümmert sich um Dinge wie Sicherheitsdienst und Basisreinigung, gibt aber die Verantwortung für die Organisation von Musik, Essen, Trinken und andere Unterhaltungsangebote an die Straßenzugbeauftragten ab.
Das Konzept hat sich bewährt, sagt Tourismusmanager Helmut Völkl. "Jeder Straßenzugbeauftragte übernimmt ein bestimmtes Areal: Er hat das Recht, Buden aufzustellen und die Pflicht, für Live-Musik und Bühnen zu sorgen." Dabei hat Völkl als wachsame Oberinstanz ein Auge darauf, dass letztlich der Mix stimmt: "Es soll ja für jeden was dabei sein."

Viererteam auf dem Marktplatz


Von dem Engagement der Straßenzugbeauftragten profitieren letztlich alle, sagt Völkl: "Wenn sie ihre Arbeit gut machen und auch das Wetter passt, sind die Gäste zufrieden, und wenn die Gäste zufrieden sind, klingelt auch die Kasse."
Die Vergabe der Straßenzüge basiert auf einem Pachtsystem. 65 Cent pro Quadratmeter muss der Subunternehmer für die insgesamt drei Tage an die Stadt bezahlen.
Im Zentrum des Festbetriebs steht Armin Kull, der gemeinsam mit Ronald Friedlein, Torsten Sack und Bianka Straub das Programm auf dem Marktplatz organisiert. "Wir haben schon letztes Jahr im Herbst mit den Vorbereitungen angefangen. Wenn man Buden, Bühnenausstattung und Zapfanlagen braucht, muss man sich zeitig darum kümmern, sonst steht man mit leeren Händen da. Mit den Musikern ist es genauso."
Das Viererteam betreibt selbst den großen Getränkestand auf dem Marktplatz und hatte gestern alle Hände voll mit Vorbereitungen zu tun: Getränkekisten und Bierfässer schleppen gehörte ebenso dazu wie Kabel zu verlegen und dafür zu sorgen, dass den rund 20 Ständen in ihrem Verantwortungsbereich nach Bedarf Wasser und Strom zur Verfügung steht.
Bei der Musikauswahl setzt Armin Kull auf Qualität: Rock, Pop und Funk stehen auf dem Programm - "nichts allzu Spezielles, weil wir ein sehr gemischtes Publikum haben".

Mehr über die Straßenzugbeauftragten und ihre Ideen lesen Sie am Freitag in der Bayerischen Rundschau.