Denn für den Anbau einer Unterstellhalle an das Neuenmarkter Gerätehaus lag ein einstimmiger Beschluss des Gemeinderates vor: Die Kosten werden mit höchstens 16 000 Euro gedeckelt. Derzeit sind aber bereits Mehrkosten von 6400 Euro entstanden - und es liegen noch nicht einmal alle Schlussrechnungen vor.

Zwei Positionen

Während sich Wolfgang Hörath (CSU/WG) für die Übernahme der gesamten Mehrkosten aussprach, schlug Karl Pöhlmann eine Obergrenze von 20 000 Euro vor.

Bürgermeister Siegfried Decker (SPD-Offene Liste) sprach von überplanmäßigen Ausgaben, die seiner Meinung nach unabwendbar waren.

Die Feuerwehr begründete die Mehrkosten mit dem Versetzen der Trafo-Station und der fachlichen Unterstützung bei den Schalungsarbeiten für die Fundamente in der Nähe des Dorfteiches.
Der Feuerwehrverein hat mit eigenen Mitteln die Fenster und Fensterbretter besorgt und die Putz- und Blecharbeiten mit fachlicher Unterstützung durchgeführt.

Eigentlich sollte es billiger werden

Karl Pöhlmann stellte fest: "Wir wissen, wie wichtig die Feuerwehren sind. Wir kennen aber auch die Entwicklung des Carports und haben deswegen einen Beschluss gefasst." In dem Beschluss wurde die Kostenobergrenze auf 16.000 Euro festgelegt mit der Maßgabe, die Ausgaben noch weiter zu senken. "Wir sind erstaunt, dass uns jetzt eine Kostenüberschreitung von 30 Prozent vorgelegt wird."

Der Anbau dient als Unterstellmöglichkeit für ein Fahrzeug, das der Feuerwehrverein für sich beansprucht und aus Vereinsmitteln angeschafft hat.

Klaus Zahner (FW) ergriff Partei für den Feuerwehrverein, sprach von einer schwierigen Baumaßnahme und bat darum, die Wehr "wohlwollend zu unterstützen".

Wolfgang Hörath vertrat die Meinung, dass die Mehrkosten im Haushalt 2013 abgewickelt werden können: "Wir haben Projekte, wo ganz andere Kostenüberschreitungen entstanden sind." Otfried Reißaus (SPD-Offene Liste) wolle die Mehrkosten aufgeschlüsselt wissen: "Sonst kann ich nicht entscheiden."

Zunächst wurde über den Antrag von Hörath abgestimmt, die ganzen Kosten zu übernehmen. Doch der wurde von der SPD-Offenen Liste mit 6 zu 9 Stimmen zu Fall gebracht. Dafür stimmten die drei Räte der CSU-WG, Wolfgang Hörath, Alexander Hollweg und Ralf Pistor, sowie die FW-Räte Klaus Zahner und Max Königsdorfer und Bürgermeister Siegfried Decker (SPD-Offene Liste).

Mit 9 zu 6 Stimmen setzte sich die SPD-Offene Liste dann bei der Deckelung der Kostenübernahme von 20.000 Euro durch.

Für alles weitere wird wohl der Feuerwehrverein aufkommen müssen. Dabei wird der Wehr noch eine Erstattung von 1500 Euro eingeräumt, die im Zusammenhang mit Eigenleistungen bei einem Schadensfall an der Decke der Fahrzeughallen entstand.

Beim nächsten Punkt war sich der Rat wieder einig: Das Projekt "Jugendpraktikant" der Evangelischen Kirchengemeinde Neuenmarkt wird um weitere sechs Monate verlängert und mit 1100 Euro gefördert.

Keine Einwände gab es zum Tekturplan von Friedrich Beierlein aus See, für den Neubau einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle. Die wird gegenüber der ursprünglichen Planung 250 Quadratmeter größer.