Die Faschingsparty bei Landrat Klaus Peter Söllner vor dem Stadtsteinacher Narrentreiben am Marktplatz hat inzwischen Kultstatus. Was Rang und Namen oder keinen Namen hat, trifft sich am Faschingssonntag zum Vorglühen in Söllners Garage.

Das Franken-Trio mit Siggi Stadter und Monika Lehneiß war zwar nur zu zweit, aber die beiden brachten das Narrenvolk schnell in Hochstimmung. Vor allem die Ohrwürmer aus den sechziger und siebziger Jahren kamen bei den zirka 250 Faschingsgästen gut an.

Es finden auch immer wieder neue Gäste den Weg in die private Faschingshochburg - wie der Limmersdorfer Gastronom und FDP-Kreisrat Veit Pöhlmann: "Der Klaus hat zu mir gesagt, komm halt mal vorbei - und dann mach ich's halt." Söllner frotzelte, dass die Lebensgefährtin des Limmersdorfers eine Stadtsteinacherin ist: "Sie bekommt einmal das Bundesverdienstkreuz, weil sie die Lebenspartnerin von unserem Veit ist."

Ob's
stürmt oder schneit oder die Sonne scheint - die drei Stellvertreter des Landrats sind immer dabei. Jörg Kunstmann (CSU) und Christina Flauder (SPD) zogen es vor, mit einer eher konservativen Maskerade zu erscheinen. Dagegen war der frühere Neudrossenfelder Bürgermeister Dieter Schaar (FW) in eine komplette Eishockeygarnitur geschlümpft.


Dittwar: Kein Alkohol

Mit Jörg Dittwar war auch ein Ex-Fußball-Profi unter den Gästen: "Es gehört sich als Stanicher einfach - und als Verwandtschaft sowieso. Ich komme aber nicht zum Vorglühen, denn ich trinke keinen Alkohol, sondern ich bin einfach gern dabei. Ich finde es geil, dass die Stanicher so zusammenhalten."

Jedes Jahr widmet Siggi Stadter dem Landrat ein eigenes Lied. Diesmal nach der Melodie von "Pigalle - die große Mausefalle". Er sang: "Klaus Söllner, Klaus Söllner, das ist die große Maskerade hier in Stadtsteinach. Klaus Söllner, Klaus Söllner, der Speck aus dieser Maskerade macht die Mädchen schwach. Da sieht man Türken, Perser, Inder und Chinesen. Wer auf der Welt was auf sich hält, ist da gewesen."