Laden...
Wartenfels
Kurioser Zufall

Nach mehr als 40 Jahren: Franke findet Ehering im Garten - Besitzerin sprachlos

Ludwig Melzer entdeckte bei der Gartenarbeit einen Ehering, der vor mehr als 40 Jahren verloren ging - und machte sich auf die Suche nach der Besitzerin.
 
Gold im Garten: Ludwig Melzer gräbt zufällig den verlorenen Ehering eines Nachbarn aus. Foto: Stephan Melzer
Gold im Garten: Ludwig Melzer gräbt zufällig den verlorenen Ehering eines Nachbarn aus. Foto: Stephan Melzer
+1 Bild

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, irgendwann im Leben einen Schatz zu finden - am besten aus Gold und vielleicht sogar im eigenen Garten. Für Ludwig Melzer aus dem oberfränkischen Wartenfels (Kreis Kulmbach) ist dieser Traum kürzlich wahr geworden - wenn vielleicht auch anders als gedacht.

Der Rentner ist immer gern beschäftigt und in Haus und Garten aktiv. Vor wenigen Tagen wollte er im Garten eine Betonplatte setzen. Nahe beim Nachbargrundstück, auf dem die Eheleute Fenner früher die Gaststätte "Wartenfelser Hof" betrieben, begann er eine kleine Rinne zu graben. Als die oberste Erdschicht entfernt war, stieß er plötzlich mit der kleinen Schaufel auf etwas Metallenes.

Ehering lag über 40 Jahre unter der Erde

Bei genauerem Hinsehen stellte er fest, dass es sich um einen goldenen Ring handelte. Gleich ging er ins Haus, um das verschmutze Schmuckstück zu reinigen und war erstaunt darüber, was er da gefunden hatte: einen Fingerring mit Verzierungen, der Gravur "Marion" und dem Datum 16.07.77.

Es war zweifellos ein Trauring, und sofort überlegte Ludwig Melzer, zu welchem Ehepaar aus seinem Bekanntenkreis der Name und das Hochzeitsdatum vom Alter her passen könnten. Sein erster Gedanke galt der Tochter seiner verstorbenen Nachbarn. Diese Marion aber war schon als junge Frau aus Wartenfels weggezogen. Nach einigen Recherchen schließlich bestätigte sich tatsächlich seine Vermutung: Am 16.07.1977 hat Marion Fenner den Maurer Horst Falkmann geheiratet: Melzer war nun sicher, wem der Ring gehörte.

Der Rentner rief bei Marion Falkmann an, die ihr Glück kaum fassen konnte. Und sie hatte auch gleich die Geschichte zum verlorenen Ring parat: Sie hatte kurz nach der Hochzeit mit ihrem Mann noch im Haus ihrer Eltern gewohnt. Im Winter alberten die jungen Leute vor dem Haus und Horst Falkmann warf einen Schneeball - und der wohl zu locker sitzende Ring flog mit davon.

Kurios: Ehemann verlor den Ring bei Schneeballschlacht

Zwar bemerkte er das Missgeschick, doch auch eine sorgfältige Suche blieb ohne Erfolg. Kurze Zeit später bauten die Falkmanns ein eigenes Haus in Rugendorf. Der Ring allerdings war nicht mehr aufgetaucht und so ließ sich der Ehemann einen neuen Ring anfertigen, den er fortan an einer Kette um den Hals trug.

Aber auch Marion Falkmann hatte mit ihrem Ring kein Glück und verlor ihn eines Tages. Umso größer war jetzt die Freude, dass der Originalring auf wundersame Weise wieder zurückgekehrt ist. Auch ihr Mann Horst hätte sich riesig über den Fund gefreut, ist sich Marion Falkmann sicher, doch er ist im Jahr 2011 viel zu früh im Alter von nur 55 Jahren verstorben.