So eine Vorgehensweise haben Einbrecher in Oberfranken nach seiner Kenntnis noch nie gewählt. Das sagt Jürgen Stadter, Pressesprecher der Polizeidirektion Bayreuth, der selbst überrascht war, dass die Täter erst das Telefonnetz lahmgelegt haben, bevor sie in der Nacht zum Montag in den Edeka-Markt in Thurnau eingestiegen sind.

Nach dem Einbruch in den Thurnauer Edeka-Markt, bei dem in der Nacht zum vergangenen Montag wie berichtet Bargeld in einer hohen fünfstelligen Summe erbeutet worden war, fehlt von den Tätern nach wie vor jede Spur.
Das stellte Jürgen Stadter am Dienstag fest. Wie er erläuterte, geht auch die Polizei inzwischen davon aus, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit die Einbrecher waren, die bei der Vorbereitung der Tat den großen Schaden an den Kabelverzweigern der Telekom in der Berndorfer Straße verursacht haben.

Nachdem die Kabel durchtrennt worden war, war in vielen Haushalten und Geschäften am Montag der Telefonanschluss unterbunden, ein bargeldloser Zahlungsverkehr war in vielen Geschäften im Thurnauer Hauptort nicht mehr möglich. In den Banken waren Geldausgabeautomaten und Kontoauszugsdrucker nicht mehr funktionsfähig.


Schaden schon behoben



Die Reparatur war aufwändig, konnte von der Telekom aber doch schneller als erwartet durchgeführt werden. Nicht wie ursprünglich angekündigt erst am Mittwochnachmittag, sondern schon am Montagabend konnten viele Thurnauer schon wieder telefonieren. "Der Schaden an den beiden Kabelverzweigern konnte deutlich schneller behoben werden als ursprünglich gedacht. Schon am Montag gegen 23 Uhr waren alle Kabel repariert. Die Anschlüsse der Kunden sollten seither wieder reibungslos funktionieren", so Telekom-Pressesprecher Udo Harbers.

Sollte es noch Probleme geben, können sich die Kunden laut Telekom-Pressesprecher bei der Störungs-Hotline unter der Nummer 0800/330 1000 melden. hn