"Wo kommen die Töne her?", mag sich anfangs der eine oder andere Besucher gedacht haben, denn schon der Beginn des Konzerts brachte die erste Überraschung: Das Blechbläserensemble ließ die "Intrada Nr. 8" von Johann Christoph Pezelius direkt aus den Felsformationen oberhalb der Bühne erklingen.

Das eigentliche "Bühnenwerk" begann mit dem Auftritt des Orchesters. Unter der Leitung von Barbara Baumann gaben die jungen Musiker einen beeindruckenden Einblick in das Schaffen von Claude Debussy. Mit einer unerwarteten Choreographie wartete der Schulchor auf. Auf der Bühne und in dem sie umgebenden Waldstück in kleinen Gruppen verstreut und passend zum Lied "Im frischen grünen Wald,", gaben die Jugendlichen dieses Stück von Carl Maria von Weber zum Besten. Mit unglaublicher Begeisterung gingen die 550 Besucher mit.
Eine gewagte Einlage zeigte die Arbeitsgruppe der zehnten Klassen mit "Clapping music" von Steve Reich.
Wie der Titel sagt, besteht die Komposition nur aus rhythmischem Klatschen.

Demgegenüber zeichnete Maximilian Hofmann mit seiner Steirischen Ziehharmonika bei mehreren Auftritten vor und nach der Pause mit Traditionals wie "Im grünen Wald" und "Im Frankenwald" für die volkstümliche Note des Abends verantwortlich. Als er "Die Sterne am Himmel" spielte, klatschten die Zuhörer ebenso enthusiastisch mit wie sie anschließend applaudierten. Die Musikalität und gewisse Alleinunterhalter-Fähigkeiten hat der 17-jährige, der mit drei Jahren begann, Mundharmonika zu spielen, und sich mit sieben Jahren erstmals ans Klavier setzte, wohl im Blut.

Steirische lag auf dem Dachboden

"Vor acht Jahren habe ich beim Geburtstag meiner Oma auf dem Dachboden eine Steirische Ziehharmonika entdeckt, die mein Opa bei einer Handwerksmesse gekauft, aber nie gespielt hatte", verrät der aus Wachholder (Gemeinde Mainleus) stammende Schüler. In der Folge brachte er sich das Spielen überwiegend selbst bei und hatte unter anderem bei Wirtshaussingen schon erfolgreiche Auftritte. "Ich war aber heute ungemein angespannt, weil ich noch nie vor so vielen Menschen gespielt habe. Aber ich habe gewusst, wenn das erste Lied klappt, dann haut es hin", gab Maximilian seine Nervosität zu. Die Resonanz des Publikums bewies: Es hat super hingehauen.

Für einen wohlklingenden Abschluss des ersten Teils sorgte das Gitarrenensemble unter der Leitung von Eddie Hürdler. Die Instrumentalisten ließen die Besucher teilhaben an der Suite "Fluch der Karibik" von Klaus Badelt und Hans Zimmer.

Mit fantasiereichen Inszenierungen warteten nach der Pause der Frauenchor unter der Begleitung von Stefan Axtner am Klavier und der Männerchor auf. Aber auch das Symphonieorchester, ein Vokalensemble und Gruppen, die schon im ersten Teil auftraten, zeigten sich alle in guter Spiellaune.