Für Abfahrer ist es das Normalste auf der Welt: Am Lift kaufen sie sich einen Skipass oder Einzelkarten und bezahlen für den Transport auf den Berg. Langläufer hingegen können ihrem Hobby kostenfrei nachgehen. Zumindest im Frankenwald. Und dass, obwohl der Unterhalt der Loipen und der Flutlichtanlagen viel Geld kostet.

Parkplatzgebühren oder Billetts


In anderen Skiregionen wie dem Bayerischen Wald, dem Thüringer Wald oder der Alpenregion ist es längst an der Tagesordnung, dass auch ein Langläufer für sein sportliches Vergnügen zur Kasse gebeten wird. Entweder werden Kosten für die Loipenpflege dort über Parkplatzgebühren wieder reingeholt. Oder es sind sogar Kassenautomaten postiert, an denen der Sportler ein Billet lösen muss, das ihm im besten Fall nach dem Langlauf noch eine heiße Tasse Tee oder Glühwein beschert.
Mittlerweile wird das Thema Kostenpflicht für Loipennutzung auch in Oberfranken diskutiert. Im Fichtelgebirge sind erste Überlegungen angestellt worden. Entschieden ist aber noch nichts.
In Presseck ist das Thema bereits besprochen worden, wie Bürgermeister Siegfried Beyer erläutert. Allerdings hätten sich dabei verschiedene Hindernisse ergeben, die gegen eine Kostenpflicht sprechen. "Das wäre schwierig zu handhaben. Dann bräuchte man beispielsweise am Parkplatz eine Aufsichtsperson oder auf der Strecke einen Kontrolleur", sagt der Bürgermeister. "Und Automaten sind auch sehr teuer."

Noch keine Erfahrungswerte


Laut Beyer hat man sich deshalb darauf verständigt, auf Freiwilligkeit zu setzen. "Wir haben Spendenbüchsen aufgestellt", betont Beyer und macht kein Geheimnis daraus, dass der Langlaufbetrieb in Presseck den gemeindlichen Haushalt mit 3000 bis 5000 Euro pro Saison belastet.

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