Hermann Müller alias der Henker von Kulmbach geht erst einmal auf Nummer sicher und will von seinem Publikum vor der alten Fronveste im Burggut wissen: "Ist hier jemand zart besaitet? Der möge jetzt weghören." Und dann erzählt er von Verbrechen und ihren grausamen Bestrafungsmethoden im Mittelalter. Keine leichte Kost für die Ohren der knapp 30 Teilnehmer der Henkerführung. Die Gewinner einer Verlosungsaktion im Rahmen des Angebots AboPlus der Bayerischen Rundschau sind jetzt alle gespannt auf die schaurigen Erzählungen des Henkers über Lochverliese, Galgenberg und Aberglaube.

In mittelalterliches Gewand gehüllt und eine Binde vor den Augen geleitet Hermann Müller die Gruppe durch Kulmbachs Vergangenheit. "Die Maske vor dem Gesicht schützt mich vor dem bösen Blick der Verurteilten", erklärt Müller und weiß sehr viel Wissenswertes über Beruf und Stand eines Henkers zu berichten.