Für die musikalische Unterhaltung sorgten die "Kulmbacher Stollmusikanten" mit ihrem Chef Roland Schaller.
Achim Schneider vom Büttnerverein erklärte kurz, dass der Kulmbacher Eisbock vor nahezu 250 Jahren "geboren" wurde. Derzeit wüssten nur fünf bis sechs Büttner, wie ein Eisbock entsteht, doch sie würden das Geheimnis nicht preisgeben.

Feuertaufe bestanden

Ihre Feuertaufe mussten am Samstagabend zwei junge Brauer und Mälzer bestehen. Peter Grünert (27), der seine Ausbildung schon abgeschlossen hat: "Ich bin jetzt schon seit zwei, drei Jahren als aktives Mitglied beim Büttnerverein dabei, aber heute durfte ich erstmals mit ran." Die Arbeit werde jetzt langsam an jüngere Büttner übergeben.

Mit dabei auch der Auszubildende im Brauer- und Mälzerhandwerk, Christian Deuerling.
Der 21-jährige, der aus Neustadt bei Coburg kommt, war stolz, dass er an dem Abend die Fahne der Büttner tragen durfte.

Schwieriges Fasten

Manfred Spindler sprach dann auch die Fastenzeit an und wollte natürlich von den beiden Politikern wissen, wie sie es damit halten. Landrat Klaus Peter Söllner redete nicht lang "drum herum": "Der Vorsatz des Fastens ist zwar immer wieder da, aber irgendwie sind die äußeren Einflüsse und die Rahmenbedingungen entscheidend, und es klappt halt einfach nicht mit dem Abnehmen."

Landrat Klaus Peter Söllner freute sich, dass er bei dem Bockbieranstich dabei sein konnte: "Was ihr hier auf die Beine stellt, das ist für den ganzen Landkreis Kulmbach eine große Bereicherung. Das ist für die Kleinkunst und Kultur sehr wichtig. Deshalb versuchen wir euch auch zu unterstützen." Die Kulmbacher Büttner verkörperten ein Stück Lebensgefühl.

Nichts Schwieriges vornehmen

Bürgermeister Heinz Burges nimmt sich in der Fastenzeit nichts "Schwieriges" vor: "Also auf keinen Fall, dass ich bis Ostern etwa kein Bier mehr trinken würde. Was ich mir in diesem Jahr vornehme: Ich esse keine Schokolade mehr und hoffe, dass ich das bis Ostern durchhalte."

Danach ging es Schlag auf Schlag. Klaus Wührl "zündelte" ständig an lokalen Brennpunkten.
Gleich zu Beginn lobte der Bayreuther die Solidarität der Untersteinacher Vereine: "Das hat mich so gefreut: Beim einen Verein brennt die Hütte ab, und der andere Verein baut sie auf." Die Widerstände beim Bau von Windrädern umschrieb Klaus Wührl so: "Da entdecken doch plötzlich die Menschen die Liebe zu ihrer Heimat. Menschen, die ohne Hemmungen Häuser bauen und Gärten anlegen. Menschen, denen Straßen und Autobahnen nicht bereit genug sind."

Dem Bayreuther Energiebündel Klaus Wührl stand Hansi Hümmer in nichts nach. Er setzte den Schlusspunkt vom 3. Bock-Bier-Brettla.

Spende für die Schützen

Manfred Spindler überreichte im Auftrag des KKB an die Vorsitzende der Untersteinacher Schützen, Inge Winkler, den Reingewinn des Rosenmontag-Faschings: 1 062 Euro.