Mathias Liebig hat es gegenwärtig nicht leicht. Kein Wunder, hatte sich doch der Rektor der Volksschule Neuenmarkt-Wirsberg den Start in das neue Schuljahr sicherlich ganz anders vorgestellt. Neben der Leitung der Volksschule Neuenmarkt-Wirsberg wurde ihm nämlich kurzerhand auch die Leitung der benachbarten Volksschule Himmelkron-Lanzendorf übertragen.


Berufung nach Marktredwitz


Wie Schulamtsdirektor Jürgen Vonbrunn auf Anfrage mitteilte, ist Johannes Drechsler zum großen Rektor in Marktredwitz befördert worden. Drechsler, der aus dem Chiemgau stammt, war in den vergangenen zwei Jahren an der Volksschule Himmelkron-Lanzendorf verantwortlich tätig.


"Die Ausschreibung für Himmelkron-Lanzendorf ist erfolgt und die Besetzung für Februar 2017 geplant", erklärte Jürgen Vonbrunn.

Damit aber noch nicht genug: Liebigs bisherige Stellvertreterin Sabine Mörlein wurde mit Leitung der Grundschule Kulmbach-Ziegelhütten beauftragt. Sie wird dort bereits am morgigen Freitag in ihr neues Amt eingeführt.


Neubesetzung im Februar


Neben der Schulleiterstelle in Ziegelhütten mussten laut Vonbrunn auch noch die Konrektorenstelle an der Pestalozzischule und die Rektorenstelle an der Blaicher Grundschule neu besetzt werden. Die Konrektorenstelle in Neuenmarkt-Wirsberg werde neu ausgeschrieben. Auch hier rechnet der Schulamtsdirektor mit einer Besetzung im Februar nächsten Jahres.

Dennoch lässt sich Rektor Mathias Liebig nicht unterkriegen. Trotz der Herkulesaufgaben blickt er optimistisch nach vorne: "Wir waren ein gutes Team an unserer Schule. Eva Sachs wird die Grundschule kommissarisch leiten, Johannes Schlagbauer und Stefan Mohr werden mich in der Mittelschule unterstützen."

Liebig konnte sich bereits am Ende des vergangenen Schuljahres auf die Veränderungen einstellen: "Durch die Blume habe ich das mit der Schulleitung in Himmelkron-Lanzendorf im Juni erfahren, und der Wechsel von Frau Mörlein wurde an den letzten Schultagen aktuell. Wasserdicht war es dann, als ich mich im Gardesee gebadet habe", schmunzelt er. Er sei also durchaus auf die Doppelbelastung vorbereitet gewesen. "Das Kollegium muss sich darauf einstellen, dass es ein bisschen anders laufen kann."


Viele "Baustellen"


Der Rektor lässt nicht unerwähnt, dass mit der Evaluation, dem neuen Lehrplan und dem ebenfalls neuen Schulverwaltungsprogramm sowie weiteren Baumaßnahmen am Schulhaus eine ganze Menge an "Baustellen" vorhanden sind: "Das Schuljahr wird ein wenig anders, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen werden. Ich kann mit einer gewissen Lebenserfahrung einschätzen, was zu schaffen ist und was nicht. Ansonsten sind hier an unserer Schule wirklich engagierte Kolleginnen und Kollegen am Werk."

Der Schulverband Neuenmarkt-Wirsberg wird mit einem Kostenaufwand von 1,6 bis 1,7 Millionen Euro eine energetische Sanierung des nunmehr fast 40 Jahre alten Schulhauses in Angriff nehmen. Das Projekt wird in zwei Bauabschnitten 2017 und 2018 verwirklicht.