Andreas Lauterbach und Michael Zapf sind ein eingespieltes Team: Der eine bestückt den Dampfkessel, der andere nimmt ihm die feuchten Holzstücke ab, legt sie in Blechbandagen und verformt sie millimetergenau mit einer Hydraulik. 15.000 Mal und mehr pro Woche geschieht das im Holzbiegewerk Heller im Rugendorfer Ortsteil Losau. Verwendet werden die Formstücke für den Möbelbau von Firmen in ganz Deutschland, aber auch in Ungarn und Schweden.

Seit 1960 produziert das Unternehmen am jetzigen Standort in Ortsrandlage Rohlinge, aus denen später Artikel für den Spielwarenbereich, Stühle oder Tische gefertigt werden. Bereits unmittelbar nach dem Krieg hatte Hans-Jürgen Hellers Vater, der Schreiner Hans Heller, diese Marktlücke für sich entdeckt und eine Holzbiegemaschine erworben.

Heute stehen gleich mehrere dieser Apparate in Losau. Und sie stehen kaum still. Hans-Jürgen Heller hat gut zu tun, wie er sagt. Vergessen sind die Jahre 2001 bis 2003, als ihm insgesamt 23 (!) Insolvenzen von Kunden zu schaffen machten.

"80 bis 90 Prozent unserer Produktion gehen in den Stuhlbau", verrät der Firmenchef und schätzt die Zahl der Rohlinge, die seinen Betrieb pro Woche verlassen, auf "durchschnittlich 15.000 Stück".

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