Das in Tannfeld auf den Höhen des Jura geborene Allroundtalent ist weithin bekannt. Nach dem Krieg gründete Töpfer den örtlichen Gesangverein mit und verstärkte mehr als 50 Jahre den Chor. Sein musikalisches Gehör ist phänomenal, Musikalität ist ihm angeboren.
"Bereits als Vierjähriger habe ich auf einer uralten Zieharmonika das Spielen gelernt, erzählt er mit einem Leuchten in den Augen. "Die Mutter sang Lieder vor wie Hänschen klein, Fuchs, du hast die Gans gestohlen oder Kommt ein Vogel geflogen. Und ich übte dabei." Als er sechs Jahre alt wurde, kaufte die Mutter vom Buttergeld - die Eltern waren Bauern - eine Bandonika. Damit war der Grundstein für die Musiker-Karriere ihres Sohnes gelegt.

Liebeserklärung an die Ehefrau


Neben seinem Beruf als Landwirt und der späteren Tätigkeit als Angestellter der Kulmbacher Sparkasse gehörte Ludwig Töpferes ganze Liebe den Instrumenten. "Mit dem Akkordeon trat ich am meisten auf, ich beherrsche aber auch die Trompete und das Saxophon und kann auch am Klavier und am Keyboard für Unterhaltung sorgen." Zum Beweis setzt er sich gleich in seinem Wohnzimmer an die Heimorgel, schmettert ein von ihm selbst komponiertes Lied. Es ist eine Liebeserklärung an seine Frau Mina, mit der er über 50 Jahre verheiratet ist.
Angefangen in der Gruppe zu spielen, hat er schon mit 15 - als Trompeter bei der Kapelle Schwarz in Trumsdorf. Danach führte er von 1965 bis 1983 die Bands "Tornados" und Flamingos", war in ganz Oberfranken unterwegs und machte sich später bis zum Jahr 2007 noch einen Namen als Alleinunterhalter. "So etwas über 5000 Auftritte bringe ich schon zusammen. Die Tänzsäle, Bierzelte und Wirtschaften waren meine zweite Heimat", sagt Töpfer, der sich noch erinnert, als in Fenkensees nachts um 1 Uhr gerufen wurde: "Ludwig, spiel noch einmal die Morgenandacht."

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