Im Moment wird sie aber noch von vier Gemeinden, als Gebetsstätte genutzt.

Dennoch wurden die Gläubigen von der dortigen Stadtverwaltung aufgefordert, die Kirche bis Freitag zu verlassen. Hartmut Schuberth, Vorsitzender des Unesco-Club Kulmbach-Plassenburg e.V,. vermittelte uns einen Kontakt nach Bursa.

Metin Bozkurt, der dort als Zahnarzt praktiziert, hat mit uns gesprochen: "Vor einigen Tagen habe ich in der Zeitung gelesen, dass die Kirche geschlossen werden soll". Über genauere Gründe, weiß der Arzt allerdings nichts. Er vermutet, dass der Vertrag zwischen den christlichen Gemeinden und dem Staat ausgelaufen sei.

"Die ehemalige französische Kirche gehört jetzt dem Gouverneursamt. Die christlichen Gläubigen haben das Gebäude nur für eine bestimmte Zeit angemietet", erklärt Bozkurt. Da dieses Mietverhältnis jetzt auslaufe, müssten die Gemeinden die Kirche räumen.

"Es wird den christlichen Gläubigen nicht verboten zu beten. Nur diese Kirche sollen sie bis Freitag räumen", so der Arzt.

Auch für den Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) kam die Nachricht über die Schließung überraschend. "Eine Beurteilung über die aktuelle Situation fällt aus der Ferne schwer. Grundsätzlich ist für Gläubige, egal welcher Religion, ein gemeinsamer Bezugspunkt von Bedeutung", so Schramm. Gerade in unseren turbulenten Zeiten sei es wichtig, dass sich alle Glaubensrichtungen tolerieren und akzeptieren.

Mittlerweile wurde eine Online-Petition gegen die Schließung der Kirche erstellt. Diese kann bis Freitag unter folgender Adresse unterschrieben werden: www.citizengo.org/de/pr/33143-keine-schliessung-der-kirche-fransiz-kilisesi-bursa