Bislang war ich nur Brauer. Als Lebensmittelverarbeitungstechniker hingegen stehen mir alle Türen offen: Ob Brauerei, Molkerei oder ein Unternehmen, das spezielle Maschinen zur Nahrungsmittelproduktion fabriziert - ich kann in einer Vielzahl von Sparten der Lebensmittelindustrie arbeiten", schildert Christian Bornschlegel. "Die Bewerbungen laufen", erklärt er weiter. Auf einen konkreten Bereich hat er sich nicht festgelegt: "Ich bin offen für Alles."
Am Freitag wurde der junge Mann in der Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach feierlich verabschiedet. Und dabei um 1000 Euro reicher. Der Meisterpreis war im Unterschied zu den vergangenen Jahren, wo es sich lediglich um eine Urkunde handelte, ein Geldpreis. Nicht nur die Schulbesten, sondern alle wurden damit ausgezeichnet: "Die mit 1000 Euro dotierte Meisterprämie setzt einen finanziellen Anreiz für junge Berufstätige und vergleichbar Qualifizierte, die eine Fortbildung an einer Fachschule oder Fachakademie in Bayern absolvieren", erläuterte Schulleiter Hans-Werner Hofmann.

Darüber freute sich auch der Burgkunstadter Abschlussschüler, der das fachliche Know-How, das ihm an der Schule in punkto Technologie, Mikrobiologie und Verfahrenstechnik mit auf seinen weiteren beruflichen Lebensweg gegeben wurde, in den höchsten Tönen lobte. Der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner und Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm gratulierten dem Einserschüler zu seinem hervorragenden Ergebnis.

Schulleiter Hans-Werner Hofmann ermuntert die 52 Schulabgänger, von denen 24 den Abschluss zum Fleisch- und 28 zum Lebensmittelverarbeitungstechniker in der Tasche haben, zu einem lebenslangen Lernen, denn so der Redner: "Die moderne Arbeitswelt verlangt von Ihnen den vollen Einsatz. Sie kennt keinen Stillstand, ist komplex und stellt hohe Ansprüche, zumal in unserer modernen Zeit die technischen Entwicklungssprünge und damit die fachlichen Anforderungen hoch sind."

Landrat Klaus Peter Söllner, der auch im Namen von Oberbürgermeister Henry Schramm sprach, strich die Rolle Kulmbachs als drittgrößter Lebensmittelstandort Kulmbachs heraus. Ein wesentlicher Mosaikstein dieses Zentrums sei die Fachschule für Lebensmitteltechnik. An die Absolventen gerichtet sagte er: "Ihr Abschluss, den sie heute erhalten, sorgt dafür, dass sie eine glänzende Zukunft vor sich haben." Und Thomas Birus vom Freundeskreis der Fachschule schwärmte: "Die Stars nach der WM seid ihr."

16 Absolventen haben zusätzlich zu ihrem Schulabschluss auch noch die allgemeine Hochschulreife erworben. Lehrerin Lisa Mages händigte ihnen die Abiturzeugnisse aus. Die Schulband und das Akkordeonensemble der Berufsfachschule für Musik in Kronach umrahmten die feierliche Verabschiedung mit fetzigen Klängen, in denen sich die Freudenfeuer, die in den Herzen der frischgebackenen Techniker loderten, wiederspiegelten. Stephan Stöckel.


Die Schulbesten:


Fleischtechnik: Stefan Wechsler (Spalt/1,90), Eva-Maria-Eck (Friedrichsroda/1,90), Gerd Schüttler (Kulmbach/2,10) und David Peschel (Heilsbronn/2,14).

Lebensmittelverarbeitungstechnik: Susanne Krug (Pfaffenhofen/1,18), René Neuhann (Gochsheim/1,18), Julian Hermann (Lülsfeld/1,36), Christian Bornschlegel (Burgkunstadt/1,41), Birgit Kneher (Feldstetten/1,45) und Ines Seitz (Kleinostheim/1,50).