Neben der Werkstatt sind Verkaufs-, Ausstellungs- und Büroräumen sowie eine Wohneinheit vorgesehen.
Es ist zwar nicht die ideale Nutzung, aber dennoch ist man froh, wenn im früheren Edeka-Markt wieder Leben einkehrt, so der Tenor im Gremium.

Keine Einwände gab es auch gegen die Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans "Rother Bühl" der Marktgemeinde Ludwigschorgast. Konkret geht es hier um eine weitere Einkaufsmöglichkeit in der Nachbargemeinde, denn dort will sich auf einer knapp 6000 Quadratmeter großen Fläche zwischen den beiden Bundesstraßen ein Rewe-Markt ansiedeln.

Auf unterschiedliche Einschätzungen stießen dagegen die beabsichtigten Straßenbaumaßnahmen in der Au- und in der Dorfstraße. Bürgermeister Siegfried Decker (SPD-Offene Liste) verwies auf die umfangreichen Vorberatungen und die Entscheidung im Werkausschuss, zunächst die Sanierung der Laubenstraße zurückzustellen. Dort ist die Erneuerung des Abwasserkanals erforderlich.

Debatte um Straßenbau

Für die Au- und Dorfstraße hat das Kulmbacher Ingenieurbüro IBP eine Kostenermittlung erstellt, die einen Betrag von 128 800 Euro ergab. Saniert werden soll der Bereich vom Anwesen Hollweg, Austraße 2, bis zum Anwesen Goller, Austraße 13, in der Dorfstraße geht es um die Strecke von der Abzweigung Au-/Birkenstraße bis zur Einfahrt zum Anwesen Leimenstoll.

Decker stellte dazu fest, dass in den zurückliegenden Jahren an beiden Straßenstücken keine großen Unterhaltsmaßnahmen vorgenommen wurden und beide Straßen stark frequentiert sind. Eine Sanierung halte er deshalb für angebracht, entsprechende Mittel seien im Haushalt eingestellt worden.

Karl Pöhlmann machte die Position der SPD-Offenen Liste klar: Laubenstraße nein, Au- und Dorfstraße ja. Klaus Zahner (FW) sah - ähnlich wie in der Laubenstraße - Handlungsbedarf beim Abwasserkanal, bevor Geld in die Sanierung der Straßenfläche gesteckt werde: "Das ist kein Dauerzustand, wenn Kanäle in Privatgrundstücken liegen. Im Bereich der Dorfstraße ist nicht auszuschließen, dass die Rohre nicht ausreichend dimensioniert sind, wenn dort künftig mehr Abwasser kommt."

Die gleiche Feststellung traf Wolfgang Hörath (CSU-WG): "Solange nicht geklärt ist, wie man hier verfährt, sind wir dagegen, das Geld in die Hand zu nehmen."

"Dauert länger als zwei Minuten"

Sein Kollege Hermann Mohr forderte, sich fraktionsübergreifend zusammenzusetzen, um den besten Weg zu finden - auch für die betroffenen Bürger. "Das dauert aber länger als zwei Minuten", sagte er.

Bürgermeister Siegfried Decker machte nochmals deutlich, dass die Gemeinde versicherungspflichtig ist und hier "bautechnische Kompromisse" unterhalten würden.

Gegen die Fraktionen CSU-WG und Freie Wähler wurde mit 8 zu 7 Stimmen beschlossen, die vorgeschlagenen Sanierungsmaßnahmen in der Au- und Dorfstraße durchzuführen.

Otfried Reißaus (SPD-Offene Liste) bat, unabhängig davon, die Planungen für Kanal und den Straßenbau in der Laubenstraße auf den Weg zu bringen.

Den Auftrag zur Beschaffung neuer Hard- und Software für die EDV-Anlage im Rathaus erhielt die Firma Muecom, Neuenmarkt, für 11.067 Euro.

Aus nicht öffentlicher Sitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass Verwaltungsangestellte Daniela Bové zur weiteren Standesbeamtin bestellt wurde.