Die Informationsveranstaltung ist die Nachfolgerin des Storchenfestes in Altdrossenfeld. Überall bot sich die Gelegenheit, sein Verhältnis zur Umweltvertäglichkeit zu überdenken und Schlüsse daraus zu ziehen.
Im Eishaus gab es eine C0 2 -Ampel und alternative Leuchtstoffröhren ("Hier geht Ihnen ein Licht auf"), die Lebensweise von Wildkatze und Biber, der im nahen Rotmaintal wohnt, verdeutlichten Schautafeln und naturgetreue Abbildungen.

Mehr Ökostrom-Verträge

Mit Hans-Josef Fell, der bis Herbst 2013 fünfzehn Jahre lang Bundestagsabgeordneter der Grünen war, kam ein Schwergewicht für Energiefragen nach Neudrossenfeld. Er hat das Erneuerbare Energiegesetz (EEG) initiiert und damit eine Wende eingeleitet. "Hatten wir im Jahr 2000 nur sechs Prozent Ökostrom-Nutzer, so sind es heute schon 27 Prozent", freute er sich. Das Gesetz hätten auch andere Länder aufgegriffen, vor allem China habe davon profitiert und sei mittlerweile führend mit Öko-Strom. Ein bisschen bedauerte Fell, dass die derzeitige Koalition wenig Interesse für Investitionen zur erneuerbaren Energie erkennen lässt. "Ich habe dennoch die Hoffnung, dass es wieder aufwärts geht, weil die Bereitschaft der Bürger zum Umdenken hoch ist."

Aufschlussreich und nicht mit ausgestrecktem Finger gehalten war auch der Vortrag von Hubert Rüttinger über "Meine persönliche Energiewende". Gerd Heusinger führte eine Gruppe in die Mainauen. Dort fand man frische Biberrutschen und -spuren, der Storch schaute bei den Teilnehmern während der Nahrungssuchen für seinen Nachwuchses fast hautnah vorbei.

Elektro-BMW war heiß begehrt

Für viele ein neues Fahrgefühl bot das Elektroauto des Schmeilsdorfers Klaus Knorr. Der zukunftsweisende BMWi3 in Leichtbauweise mit einer Fahrgastzelle aus Karbon kostet pro 100 Kilometer etwa 2,50 bis drei Euro. "Wenn man den Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage nimmt, dann weniger als eine Tasse Kaffee", schwärmte Knorr, bei dem über 50 Testfahrer anstanden.

Wie diese war auch der Neudrossenfelder Bürgermeister Harald Hübner begeistert, der auf eine Fortsetzung der "Futura" im nächsten Jahr hofft.

Ein positives Fazit zogen die Kreisvorsitzenden Wolfgang Schenker (BN) und Erich Schiffelholz (LBV). Beim Vortrag über den Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, sei der Andrang besonders groß gewesen. Beide planen, im nächsten Jahr wieder dieses herrliche Gelände in Neudrossenfeld zu nutzen.