Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten informiert, dass auf der Flur von Eisenwind ein Lager für Tausende Holzstämme eingerichtet wurde. Anlass ist die heuer wieder auftretende Hitze, verbunden mit extremer Trockenheit, die den Borkenkäfern im Wald eine bedrohliche Massenvermehrung ermöglicht.

Um die Waldbestände vor weiterem Schaden schützen zu können, muss man sehr konsequent alle von Borkenkäfern befallenen Bäume im Wald suchen, sie rasch fällen und unbedingt auch abtransportieren lassen, bevor die Brut aus den Stämmen ausschlüpfen und weitere gesunde Bäume befallen kann. Normalerweise können solche Stämme in die Sägewerke gebracht und dort entrindet werden, womit die Gefahr gebannt ist.

Eine Zeitfrage

Aber in diesem Jahr haben die Schäden in den Wäldern in ganz Zentraleuropa ein so großes Ausmaß angenommen, dass die entstehenden Schadholzmengen bei Weitem die Aufnahmekapazitäten der holzverarbeitenden Werke übersteigen. Es besteht die Gefahr, dass aus den im Wald lagernden Stämmen binnen weniger Wochen Tausende Jungkäfer schlüpfen und benachbarte Bäume zum Absterben bringen. Das kann zu großen Kahlflächen in unseren Wäldern führen.

Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten hat deshalb schon im Frühjahr damit begonnen, in sicherer Entfernung außerhalb des Waldes Lagerplätze anzulegen und hat bis jetzt bereits Tausende Stämme dorthin verfrachten lassen. "Dankenswerterweise waren auch einige Landwirte und die Gemeinde Rugendorf bereit, Wege und Flächen auf den Feldern bei Eisenwind dafür zur Verfügung zu stellen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Waldbestände hier im Frankenwald und in seinem Vorland", betonte Stellvertretender Forstbetriebsleiter Gerhard Müller bei einem Pressetermin vor Ort. Die Bayerischen Staatsforsten machten damit ganz bewusst auch den Weg frei für andere, kleinere Waldbesitzer, damit diese ihr Schadholz rechtzeitig direkt in die Sägewerke bringen lassen können.

Es geht in diesen Wochen um den Erhalt der wertvollen Waldökosysteme, die das Landschaftsbild des Frankenwalds prägen, heißt es in der Pressemitteilung des Forstbetriebs.

Mit neu angelegten Kulturen auf kahlgeschlagenen Flächen gelinge das nicht. Vor allem die alten Waldbestände bräuchten auf jeden Fall noch mehrere Jahrzehnte Zeit, um zu gesünderen Mischwäldern umgebaut zu werden.

Deshalb werde jetzt alles getan, um sie so gesund wie möglich zu halten und sie weiter pflegen zu können.