Bäuerinnen sind die guten Seelen in der Landwirtschaft - ohne sie geht wenig. Bäuerinnen braucht man, um den Hof aufrecht zu erhalten. Sie halten zusammen und treffen sich einmal im Jahr im ganz großen Kreise. Heuer treffen sie sich zum 34. Bäuerinnen-Abend des Maschinenrings (MR) Kulmbach im Gasthof Geuther.


Bäuerinnen werden gehört

Dort stellte Arbeitskreis-Sprecherin Hildegard Kögel aus Schimmendorf fest, "dass wir eine Stimme im MR haben und gehört werden". Nur gemeinsam könne man etwas bewegen, meinte sie.

MR-Geschäftsführer Werner Friedlein berichtete über Aktuelles für die tägliche Arbeit. Was das Fahren mit landwirtschaftlichen Maschinen auf der Straße betrifft, so warnte er davor, "Gefälligkeiten" mit dem grünen Kfz-Nummernschild zu dulden, denn das könne teuer zu stehen kommen.

Friedlein ging auch auf die Rundumleuchten ein, mit denen die Landwirte aus seiner Sicht zu leichtfertig umgingen. Das Fahren auf offenem Betriebsgelände oder auf Feldwegen ohne Führerschein sei ebenfalls kein Spaß. "Das ist verboten", betonte er.


Maschinenring sucht Helfer

Laut Friedlein sei der Maschinenring Kulmbach gut aufgestellt. Der MR hat derzeit acht hauptamtliche Betriebshelfer und weitere nebenberufliche Helfer. "Wir suchen ständig neue Kräfte für die soziale Hilfe und Mitarbeiter mit unterschiedlichsten Berufsausbildungen für nicht landwirtschaftliche Bereiche", sagte Friedlein. Auch 2017 werde der MR eine Größe in den landwirtschaftlichen Betrieben im Landkreis Kulmbach bleiben, gab sich der Geschäftsführer zuversichtlich. Er wünschte sich auch in der derzeitigen Niedrigzins-Phase Kooperation statt Konfrontation.

Einen Vortrag über Hochbeete und Kräuterspiralen, hielt Landschaftsgärtner Roland Ramming aus See. Er brachte sein Praxiswissen ein und informierte: "Die Arbeitserleichterung ist immens, Bücken und Knien entfällt weitgehend, das kommt den Gelenken zugute." Man könne Holz, Bohlen, Metall und Trockenmauern alsMaterial nutzen, mediterrane Kulturen würden bei dieser Anbauweise besser wachsen.

Stadtrat Torsten Grampp nannte den Maschinenring einen elementaren Bestandteil in der Landwirtschaft und die Bäuerinnen Multitalente. "Sie sorgen dafür, dass alles in geordneten Bahnen läuft", sagte er.


Sketch über Körperpflege

Dass die Bäuerinnen Humor haben, bewies ein Sketch mit dem Titel "Sparmaßnahmen im Altenheim". Sprecherin Hildegard Kögel führte als Krankenschwester Regie, per Trillerpfeife leitete sie ihre fünf "Patienten" zur Körpepflege an. Dafür stand allen nur ein Waschlappen, ein Becher und eine Seife zur Verfügung. Die lustige Darbietung gefiel dem Publikum. Die Neudrossenfelder Kirchenband "Hauptsache" lockerte den kurzweiligen Abend auf.