Genaues zum Unfallhergang ist bislang noch nicht bekannt. Auch konnte noch niemand mit Sicherheit sagen, ob die Opfer aus dem Raum Kulmbach stammen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wollten die beiden Männer um 18.10 Uhr mit dem zweisitzigen Ultraleicht-Flugzeug auf dem Kulmbacher Flugplatz starten. Die Maschine rollte in westliche Richtung auf der Startbahn. Kurz vor deren Ende hat sie sich aus noch ungeklärter Ursache überschlagen, rutschte noch etwa 50 Meter weiter und blieb dann unmittelbar neben der Startbahn liegen. Augenzeugen, die mehr zum Unfallhergang sagen können, gibt es offensichtlich nicht.

Gefährliche Aktion

Obwohl nach dem Unglück unverzüglich ein Großaufgebot an Rettungskräften - neben mehreren Feuerwehren auch der Rettungsdienst und das THW sowie Notärzte mit dem Pkw und dem Hubschrauber - an den Unglücksort eilten, dauerte es noch Stunden, bis die Opfer geborgen werden konnten.

Der Grund: In Flugzeugen dieses Typs ist ein Rettungssystem verbaut, zu dem auch eine Art Sprengkapsel gehört. Das Rettungssystem war auch nach dem Absturz noch aktiv. Weil das Flugzeug auf dem Dach lag, konnte niemand genau abschätzen, was passieren würde, wenn diese Sprengladung detoniert. Höchste Vorsicht war also geboten. Aus diesem Grund wurde auch die Unglücksstelle weiträumig abgesperrt und die Einsatzfahrzeuge wurden fast vollzählig aus der Gefahrenzone entfernt.

Experte vor Ort

Erst nach 20 Uhr konnte damit begonnen werden, das Flugzeug mit schwerem Gerät aufzuschneiden. Um dabei größtmögliche Sicherheit für die Helfer von Feuerwehr und THW zu schaffen, wurde ein Experte des Luftfahrtbundesamtes Braunschweig hinzugezogen. Die Arbeiten zogen sich bis in die späten Nachtstunden hin.

Erst dann haben die Retter wohl letzte Klarheit über das Schicksal der beiden Insassen des Flugzeugs erhalten. Während bei einem der beiden Männer schnell feststand, dass er das Unglück nicht überlebt hatte, sprach die Polizei davon, dass man bei dem zweiten Mann "davon ausgehe".

Zugezogen wurden auch Experten, die sich nach der Bergung der Opfer daran machten, die Ursache des Absturzes zu ermitteln.

Noch keine Einzelheiten

Der Chef der Polizeiinspektion Kulmbach, Peter Hübner, der die Einsatzleitung innehatte, konnte am gestrigen Abend noch nicht viele Informationen liefern. Weder sei die Identität der beiden Männer gesichert, noch wisse man genau, ob es sich um ein Flugzeug handle, das üblicherweise auf dem Kulmbacher Flugplatz stationiert ist.

All das werde sich erst klären lassen, wenn es den Ermittlern gefahrlos möglich sei, sich dem Flugzeugwrack zu nähern.