Die Weiherer Straße in Kulmbach verläuft südlich der Altstadt und parallel zur B85. Wie die Stadt auf Facebook am Freitag (2. September 2022) schreibt, gelte ab Mittag "nach mehr als einem Jahr Bauzeit 'Durchfahrt für alle erlaubt!'"

Der "so wichtige Straßenabschnitt" sei zudem ab sofort in das vom Stadtrat verabschiedete Überflutungskonzept integriert. Dieses sei "bei der Vorbereitung auf die Folgen der klimatischen Veränderungen durch die Erderwärmung" unerlässlich, so Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD).

Kulmbach gibt Weiherer Straße wieder frei - abfließendes Wasser wird zukünftig abgefangen 

Bei dieser Maßnahme spiele sich vieles tief im Straßenunterbau ab. Ziel sei es, "das Oberflächenwasser nach Starkregen möglichst schon in den Hochlagen dieses Stadtgebietes abzufangen, sodass es nicht ungehindert in die Tallagen fließt und dort enorme Schäden anrichtet". Deshalb seien Becken, Gräben und andere Rückhaltemaßnahmen eingebaut worden. Das über die Straßen abfließende Wasser solle - soweit möglich - "über Mischwasserkanäle oder auch über einen Oberflächenwasserkanal (ein-)gefangen und abgeleitet werden", schreibt die Stadt weiter.

Das Restwasser werde dabei zielgerichtet in Bereiche geführt, wo es ohne Gefahr versickern kann. Zusätzlich habe die zuständige Tiefbauabteilung die "Versorgungsleitungen für Gas und Wasser gleich mit erneuert sowie einen ersten Teil des Radwegekonzepts umgesetzt".

Auch für Menschen mit Handicap seien durch bauliche Maßnahmen verwirklicht worden. Insgesamt habe die Stadt Kulmbach fünf Millionen Euro investiert.