Wenn die Städtische Jugendkapelle Kulmbach und die Rugendorfer Blasmusik zu einem gemeinsamen Orchester verschmelzen, ist Hörgenuss garantiert. Seit 14 Jahren machen beide Ensembles gemeinsame Sache und entfachten auch heuer ein Feuerwerk der Blasmusik im Doppelpack. Im Feststadel Zettlitz waren der berühmte Petersburger Marsch Nr. 4 und der Militärmarsch "Gruß an Kiel" die Paradestücke beim Auftritt des fulminanten Bläserensembles, das viel Applaus bekam.


Zwei charmante Lockvögel

Die beiden Blasmusikformationen überzeugten aber auch alleine. Die Städtische Jugendkapelle unter der Leitung von Harald Streit hatte ein buntes, mitreißendes Potpourri einstudiert. Neben dem Radetzky-Marsch standen Impressionen aus New York auf dem Programm. Freunde moderner Klänge kamen bei Melodien des Musicals "Starlight Express", einer Swing-Version bekannter Rossini-Melodien, beim "Girl from Ipanema" oder einem Medley mit Beatles-Hits auf ihre Kosten. Besonders gut gelang das Stück "Zwei charmante Lockvögel" - der Name war Programm. Denn Emilie Dohlus und Saskia Scheffold brillierten mit der Querflöte.

Streit setzte bei der Auswahl des Programmes auf einen Mix verschiedener Musikrichtungen. Der bunte Frühlingsstrauß mit Walzer- und Polkaklängen und modernen Weisen gefiel dem Publikum.


Böhmen im Blickpunkt

Die Rugendorfer Musiker stellten mit Stücken wie "Bei Kerzenlicht" und einem Medley zu Ehren des amerikanischen Musikers Billy Vaughn ihr Können unter Beweis. In den Fokus rückten sie allerdings böhmische Klänge. Sie erzählten von der "Böhmische Liebe", vom "Böhmischen Traum" und vom Böhmerwald. Bei dem Werk "Zwei Mexikaner in Böhmen" übernahmen Daniel Seidl und Marco Guldner die Trompeten-Soli.

Die Rugendorfer Blasmusik - es dirigierte Volker Pöhlmann - hatte fürs Frühlingskonzert aber auch anspruchsvolle Verdi-Melodien einstudiert. Äußerst anspruchsvoll war ein Csardas. Anna Heuschmann spielte die Klarinettenstimme und begeisterte mit ihrer Fingerfertigkeit. Mit der Feierabend-Polka verabschiedeten sich die Rugendorfer