Patric (21) aus dem Landkreis Kulmbach hat Stammzellen gespendet. Die Stammzellenspende ging an seinen genetischen Zwilling aus Portugal, berichtet die DKMS auf ihrer Facebook-Seite. Die gemeinnützige Organisation vermittelte zwischen Patric und dem Empfänger der Spende.

Stammzellenspender aus Kulmbach: "Nach der Spende fühlte ich nur Glück"

Zuvor sei er sehr nervös gewesen, wie Patric gegenüber der DKMS erzählt. "Meine Gefühle dabei waren irgendwie nicht zu beschreiben. Auf der einen Seite habe ich mich riesig gefreut und auf der anderen war ich ziemlich aufgeregt", wird der 21-Jährige zitiert. Denn der Altenpfleger, so schreibt die Organisation, sei mitten während einer Schicht am Handy angerufen worden - um ihm mitzuteilen, dass seine Hilfe benötigt werde. 

Ein Tag, der, so heißt es in dem Facebook-Post, "sein Leben auf den Kopf stellt". Als  ihm dann klar geworden sei, dass er wirklich seine Stammzellen spenden werde, sei er "echt gespannt" gewesen. Vor allem sei er neugierig gewesen, "wie die periphere Entnahme ablaufen wird", so Patric. 

Als alles vorbei ist, hätten ihn starke Gefühle ergriffen: "Ich wusste direkt, dass wer auch immer meine Hilfe braucht, sie bekommt. Nach der Spende fühlte ich nur Glück. Es ist echt der Wahnsinn, dass man mit so wenig Aufwand einem anderen eine Chance auf ein zweites Leben gibt", wird der 21-Jährige zitiert. Bald wolle er nun Kontakt zu seinem Empfänger suchen, das geht aber zunächst nur über anonyme Briefe. Erst nach zwei Jahren können Spendende und Betroffene persönlich Kontaktdaten austauschen - wenn beide das wollen. 

Mehr Infos zur Stammzellenspende und die Möglichkeit zur Registrierung bei der DKMS gibt es hier. 

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