Drei Jugendliche sind vor dem Landgericht Bayreuth wegen versuchten Mordes zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Die damals 15 Jahre alten Angeklagten hatten nach Überzeugung des Gerichts in einer Nacht im September 2021 in Kulmbach einen auf einer Bank im Freien schlafenden Mann gemeinschaftlich angegriffen und ausgeraubt. «Im Zuge der Tat erlitt der Geschädigte lebensgefährliche Verletzungen. Anschließend verließen die Angeklagten mit ihrer Beute den Tatort, ohne dem Opfer Hilfe zu leisten», teilte das Gericht am Donnerstag mit. Der Vorfall ereignete sich bereits vergangenen September am Kulmbacher Bahnhof. 

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Der Haupttäter wurde unter anderem wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und besonders schweren Raubes zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren verurteilt. Gegen die beiden anderen Angeklagten verhängte die Jugendkammer Strafen von drei Jahren und acht Monaten sowie von drei Jahren und sechs Monaten.

Sie wurden unter anderem wegen versuchten Verdeckungsmordes durch Unterlassen, Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Das Urteil fiel am Mittwoch und ist noch nicht rechtskräftig. Weitere Einzelheiten teilte das Gericht mit Verweis auf die schutzwürdigen Interessen der jugendlichen Angeklagten nicht mit.