Während am Freitagabend (20. August) vermutlich auch der kühlen Witterung geschuldet nur ein relativ überschaubares Personenaufkommen in der Partymeile zu verzeichnen war, erfreute sich die Obere Stadt am Samstagabend bei sommerlichen Temperaturen regen Zustroms, wie die Polizeiinspektion Kulmbach mitteilte. Ohne Zwischenfälle blieb jedoch auch die Nacht von Freitag auf Samstag nicht.

Trotz friedlicher Stimmung ging am Samstagmorgen gegen 2.50 Uhr ein 22-jähriger aus Cottbus scheinbar grundlos auf einen 23-jährigen Kulmbacher los, der sich mit seinen Freunden im Oberhacken aufhielt. Während der Geschädigte mit einer erheblichen Schwellung im Gesicht zurückblieb, entfernte sich der Schläger noch vor dem Eintreffen der Polizei. Er wird sich dennoch strafrechtlich verantworten müssen.

Gegen Hauswand uriniert und Beamte angegriffen

Am Samstagabend kippte die Stimmung bei einzelnen Besuchern deutlich früher, insbesondere bei einem amtsbekannten 27-Jährigen. Der junge Mann verbrachte bereits die Nacht zuvor in der Arrestzelle, weil er sich ungebührlich benahm und erheblich alkoholisiert vor einer Gaststätte pöbelte.

Ein ähnliches Verhalten beschrieb ein aufmerksamer Anwohner auch am Samstag gegen 22.10 Uhr, was eine Streife der Kulmbacher Polizei samt Unterstützungskräften der Operativen Ergänzungsdienste Bayreuth auf den Plan rief. Trotz des hinzugerufenen Polizeiaufgebots ließ er sich nicht beruhigen, einen ausgesprochenen Platzverweis befolgte er nur wenige Meter bis ins obere Stadtgässchen.

Dort urinierte er provokativ gegen eine Hausmauer, bevor er schnurstracks zurück in die Obere Stadt lief. Spätestens jetzt war die Geduld der Beamten erschöpft und der 27-Jährige sollte erneut auf der Polizeiwache ausnüchtern. Als er in den Streifenwagen gebracht werden sollte, wehrte er sich mit Händen und Füßen, trat gegen die Einsatzkräfte und verursachte bei diesen auch leichtere Verletzungen.

27-Jähriger bleibt vorläufig in Haft

Im Gegensatz zum Vorabend wird der Randalierer jedoch seine Freiheit zumindest nicht automatisch wieder erlangen. Aufgrund seiner wiederholten Auffälligkeit und einer offenen Bewährungsstrafe nahmen die Beamten Kontakt zur Staatsanwaltschaft Bayreuth auf, von wo aus ihm die vorläufige Festnahme erklärt wurde. Zudem wurde beschlossen ihn dem Ermittlungsrichter vorzuführen. Dieser entschied am Sonntagvormittag, dass der Mann in Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr kommt. Anschließend wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.  

Gegen 1.10 Uhr erreichte die Kulmbacher Polizei schließlich ein weiterer Anruf, wonach ein Anwohner eine verdächtige Person mit einem größeren Messer auf der Straße gesehen hatte. Die sofort entsandten Einsatzkräfte konnten schließlich einen 26-jährigen Kulmbacher antreffen, der tatsächlich mit einem Küchenmesser bewaffnet unterwegs war. Einen vernünftigen Grund konnte junge Mann nicht angeben, er konnte seinen Nachhauseweg jedoch ohne sein Schneidwerkzeug antreten. Obendrein erhält er eine Anzeige nach dem Waffengesetz.