Erfreulich für den Landkreis Kulmbach: Der Freistaat Bayern gewährt eine Förderung von fast 80 Prozent. Wenn es nach den Vorstellungen von Landrat Klaus Peter Söllner (Freie Wähler) geht, sollen die Arbeiten Ende Oktober abgeschlossen sein.

Eigentlich war beim Bahnübergang "Posten 70" eine Baumaßnahme vorgesehen, die annähernd zwei Millionen Euro verschlungen und auch eine Beeinträchtigung des Lindauer Moores mit sich gebracht hätte. "Für uns kam das nicht in Frage. Das wäre aus Naturschutzaspekten überhaupt nicht zu vertreten gewesen, auch nicht von der Kostenseite", betonte Söllner bei einem Ortstermin.

Voraussetzung für die Maßnahmen war der Umbau des Bahnübergangs am Einmündungsbereich der Kreisstraße KU 11 zur Staatsstraße 2383, der jahrzehntelang von einem Wärter betreut worden war. Die DB Netz AG hatte eine zuggesteuerte Anlage mit Halbschranken eingebaut. Damit war der ehemalige "Posten 70" beseitigt - und damit drei Arbeitsplätze.

Der Ausbau der jetzigen Teilstrecke von rund 500 Metern ist mit 640 000 Euro veranschlagt. Die Fahrbahn der Kreisstraße wird von bisher fünf auf sechs Meter verbreitert. Zudem wird der Radweg auf einer Länge von 183 Metern mit einer Breite von 2,50 Metern vollkommen neu angelegt und damit ein Lückenschluss hergestellt, der ent-scheidend zur Verkehrssicherheit der Radfahrer beiträgt.

Zum Zuschuss von 79,6 Prozent stellte der Leiter der Tiefbauabteilung am Landratsamt, Baurat Dieter Geißler, fest: "So eine hohe Förderung hatten wir eigentlich noch nicht."


Landkreis zahlt 230.000 Euro

Bei Gesamtkosten von 640 000 Euro und einer festen Förderung von 410.000 Euro durch den Freistaat verbleiben für den Landkreis Kulmbach Eigenmittel von 230.000 Euro.

Bürgermeister Dieter Schaar (Freie Wähler) sprach von einem "guten Ereignis" auch für die Gemeinde Neudrossenfeld: "Das muss man einfach einmal mit Dankbarkeit erwähnen, dass der Landkreis in den vergangenen Jahren sehr viel getan hat. Das Kreisstraßennetz in unserem Gebiet ist praktisch vollständig saniert."