In der Sitzung am Montagabend nehmen die Gemeinderatäte den Unfall zum Anlass, um die Verkehrssicherheit an dieser prekären Stelle erneut zu debattieren. Das Interesse der Bevölkerung an diesem Thema ist groß, 20 Bürger sind ins Rathaus gekommen.

Bürgermeister Schaar macht deutlich, dass sich die Gemeinde schon seit 20 Jahren für eine Entschärfung der Situation dort stark macht. Ständiger Kontakt mit dem Staatlichen Bauamt Bayreuth und der Polizei sowie Verkehrsschauen hätten Verbesserungen gebracht, es seien Tempo 80 eingeführt worden, erst im vergangenen Jahr Schilder versetzt und die Sicht störende Äste und Zweig entfernt worden.

"Können nur Anregungen geben"

Nachdem es sich um die Kreuzung einer Bundesstraße und einer Kreisstraße handle, liege es nicht in der Hand der Gemeinde, etwas durchzusetzen "Wir können nur
Anregungen geben", so Schaar, der von überörtlichen Überlegungen spricht, die Bushaltestellen in den Ort Hornungsreuth zu verlegen. Dies solle auch für die anderen kritischen Situationen an der Bundesstraße 85 gelten, etwa bei Muckenreuth, Schwingen und Rohr. "Das wäre ein erster Schritt", meint Schaar, der aber ungeachtet dessen klar für eine Ampel plädiert und die übergeordneten Behörden um eine baldige Verwirklichung bittet.

"Der Anlass ist traurig genug, aber es ist ein Überdenken der Situation nötig", sagt Schaar, der damit auch den Nerv der Ratsmitglieder trifft. Das Gremium befürwortet Schaars Anliegen und schließt in die Ampelanlage gleich den Wunsch nach einer Verlegung der Bushaltestellen mit ein. Entsprechende Schritte werden nun in die Wege geleitet.

Vorausgegangen war eine rege Diskussion. Vor allem Michaela Schirmer und Waltraud Koch wollen als Erstes noch eine bessere Beleuchtung und die Aufstellung von Buswartehäuschen, bevor eine eventuelle Ampelanlage greift. Dazu sagte Schaar, man dürfe da nicht voreilig handeln, sondern müsse jetzt die sich anbahnende neue Entwicklung abwarten.