Dem Gremium lag ein Antrag des Vereins "Bergbau-Museum Kupferberg" auf Nachförderung der Vereinsaktivitäten in Form einer finanziellen Zuwendung in Höhe von 15 646,91 Euro vor. Mit sieben gegen zwei Stimmen beschloss der Stadtrat, über die Gewährung der Leistung erst im Rahmen der Haushaltsberatungen zu entscheiden. Doch auch dieses Vorhaben steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Landratsamt Kulmbach sowie die Regierung von Oberfranken.

Knackpunkt Berdarfszuweisung

Wie Bürgermeister Herbert Opel (CSU/FB)) erläuterte, hat die Stadt Bedarfszuweisungen in Höhe von 140.000 Euro erhalten. Diese Zahlung wurde unter der Bedingung geleistet, dass die Kommune weiter einen strikten Sparkurs fährt. Bei der Zuwendung handele es sich um eine freiwillige Leistung. Und dazu sollte die Genehmigung der Regierung von Oberfranken eingeholt werden, um nicht Gefahr zu laufen, die Bedarfszuweisung zurückzahlen zu müssen.

Stadtrat Heinz Kliesch (CSU/FB), zugleich Vorsitzender des Museumsvereins, bezifferte die Mehrkosten für den Bau des Besucherbergwerks auf ungefähr 358.000 Euro. Er machte darauf aufmerksam, dass das Förderprogramm Leader Plus ausläuft und deshalb die finanzielle Zuwendung der Stadt sehr wichtig ist. Der Antrag sei in jedem Fall der letzte seiner Art.

In den 358.000 Euro Mehrkosten für Umplanungen nach dem Einsturz des St.-Veit-Schachtes sind laut Kliesch auch 180.000 Euro für zusätzliche Ausgaben und Leistungen enthalten, die vom Bergamt gefordert wurden.

Verein trifft keine Schuld

Alfred Kolenda (UKW) meinte, es sei sehr kritisch, wenn es zur Auszahlung der Spende kommt. Herbert Opel bezeichnete das Besucherbergwerk als ein Projekt mit "überregionaler Bedeutung". Er ist der Auffassung, man müsse zustimmen. Der Verein habe an den Mehrkosten keine Schuld.

Volker Matysiak (SPD/OL) erinnerte daran, dass es in Kupferberg auch noch andere Vereine gibt. Reinhard Holhut (CSU/FB) betonte, das Besucherbergwerk werde auf jeden Fall fertiggestellt. Friedrich Dumler (CSU/FB) vertrat die Auffassung, man müsse das Beste aus der Situation machen.