"Dass Überprüfungen stattfinden, ist nicht verkehrt." Allerdings kritisiert er den Aufwand für die Betriebe, alle Zeiten der Mitarbeiter exakt erfassen zu müssen: "Ein bürokratisches Monster."

Die Dokumentationspflicht kritisiert auch der Obermeister der Zimmerer-Innung, Günther Stenglein. "Man muss die Unterlagen zwei Jahre aufheben. Für die Papierflut braucht man ein Archiv."

Stenglein weiß, dass der Zoll zur Überwachung des Mindestlohns eigens 1600 Beamte eingestellt hat. Ihre Aufgabe: die Aufzeichnungen der Arbeiter von der Baustelle mit denen aus den Büros vergleichen, um so den schwarzen Schafen auf die Schliche zu kommen. Mit den großflächigen Kontrollen soll den Übeltätern nun das Handwerk gelegt werden.