Schirmherr der weithin bekannten Veranstaltungsreihe ist Oberbürgermeisters Henry Schramm. In der Auftaktveranstaltung am Sonntag, 23. November, sind ab 17 Uhr in der St.-Petri-Kirche "Die 12 Saxofonisten" aus Nürnberg unter der Leitung von Franz Killer zu Gast. Die professionellen Musiker des Kammerorchesters demonstrieren par excellence das breite klangliche Spektrum der Saxofonfamilie, vom selten gespielten Sopranino über Sopran-, Alt- , Tenor- und Baritonsaxofon bis zum tiefen Bassinstrument.

Solisten aus Franken

Das Ensemble formierte sich im Jahre 2001 und setzt sich aus Solisten des fränkischen Raumes zusammen, die neben ihrer Lehrtätigkeit regelmäßig in verschiedenen Orchestern und Theatern mitwirken.
Dazu gehören die Bamberger Symphoniker, die Nürnberger Philharmoniker, das Staatstheater am Gärtnerplatz München, die Hofer Symphoniker sowie die Orchester der Städte Coburg, Würzburg, Regensburg und Augsburg. Die Gestaltung der Programme reicht von der Renaissancezeit bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts, wobei die Grenzen zwischen U- und E-Musik überschritten werden.

Musik vom Feinsten erwartet die Besucher des Duo-Konzertes am Mittwoch, 26. November, ab 20 Uhr in der Spitalkirche. Unter dem Motto "Lobgesang und Harfe" sind die Weimarer Konzertsängerin Alena-Maria Stolle und die Harfenistin Julia Pritz aus Wetzlar zu hören. Die Wagnerstipendiatin Alena-Maria Stolle verfügt über eine Stimme großen Umfangs mit voller, runder Mittellage sowie einer äußerst brillanten Höhe. Ihr Repertoire reicht vom leichten lyrischen bis zum dramatischen Fach, vom Barock bis zu Werken zeitgenössischer Musik. Die Diplom-Harfenistin Julia Pritz spielt seit ihrem 18. Lebensjahr Harfe. Als Freiberuflerin musiziert sie in verschiedenen Ensembles und Orchestern sowie in verschiedenen Besetzungen auf kammermusikalischem und solistischem Gebiet.

Eigenwillig und überraschend

Im dritten Konzert treten am Freitag, 28. November, ab 20 Uhr in der Spitalkirche die Sängerin Ann-Kathrin Beyersdorfer und das Ensemble Klez àmore auf. Letzteres debütierte bei den Kirchenmusiktagen 2013 mit großem Erfolg. Die Kernbesetzung des in Würzburg beheimateten Instrumentalensembles bilden Klarinette, Oboe, Gitarre und Bass. In eigenwilligen und immer wieder überraschenden Arrangements erklingt vor allem jiddische Klezmermusik mit Anklängen bis hin zu Swing und Jazz. In den Konzerten von Klez àmore werden gerne Wort, Bild und Musik kombiniert, so dass die Sinne der Zuhörer auf verschiedenen Ebenen angesprochen werden. Das adventliche Kulmbach-Konzert unter dem Motto "Mitten im kalten Winter" zeichnet sich durch Bearbeitungen traditioneller Weisen und Melodien aus verschiedenen Ländern und Kulturen aus. Dabei wird das klassische Instrumentarium der Gruppe erweitert und ergänzt durch verschiedene Instrumente wie Flöten, Krummhörner, Hackbrett, Kantele, Akkordeon, Melodica, Bouzouki und die 12-saitige Gitarre.

"Messias" als Höhepunkt

Höhepunkt und Finale der 30. "Kirchenmusiktage Kulmbach" ist die Aufführung des Oratoriums "Messias" vom großen Barockkomponisten Georg Friedrich Händel am ersten Adventssonntag, 30. November, ab 17 Uhr in der Petrikirche durch die "Kulmbacher Kantorei" unter der Leitung von Ingo Hahn. Schon zu Händels Lebzeiten wurde dieses Werk mehr als 50 Mal aufgeführt und gilt bis heute als Inbegriff des barocken Oratoriums. Der Schriftsteller Stefan Zweig reiht die drei Wochen, in denen Händel seinen Messias komponierte, in seine "Sternstunden der Menschheit" ein. Es gibt kaum eine Kirche, in der nicht das berühmte "Halleluja" erklingt, bei dessen Uraufführung sich sogar der König und mit ihm das gesamte Auditorium aus Ehrfurcht von ihren Sitzen erhoben haben sollen. Das Werk ist in drei große Teile gegliedert. Der erste Teil umfasst die Geschichte der Verheißung und der Geburt des Messias, der zweite Teil hat die Passion, das Sterben und die Auferstehung Jesu zum Inhalt, und der dritte Teil beschäftigt sich mit der Auferstehung und den Folgen für uns Menschen mit starken Visionen auf die Endzeit.

Bei der Kulmbach-Aufführung wirken mit: Anna Gann (Sopran), Dorothea Zimmermann (Alt), Christoph Rösel (Tenor), Tobias B. Freund (Bass), Hermann Bohrer (Orgel), das Orchester "musica juventa" aus der Händelstadt Halle an der Saale sowie die "Kulmbacher Kantorei".

Eintrittskarten sowie das Gesamtprogramm sind im Vorverkauf ab 8. November bei Renner & Rehm, Georg-Hagen-Straße 20, sowie eine Stunde vor Konzertbeginn erhältlich.