Am Samstag kann das riesige Angebot von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr bestaunt werden. Die Veranstalter Andrea und Jörg Labuhn rechnen mit etwa 25 000 Besuchern. Der Eintritt ist frei.

Neben dem Brandplatz und dem Oberen Schlosshof steht in diesem Jahr nach seiner Sanierung der Untere Schlosshof wieder zur Verfügung. Die drei jahrhundertealten Sandsteinhöfe des Ensembles laden zum Adventsbummel ein und bieten ausreichend Fläche für Gebrauchskeramik wie Tassen, Teller oder Kannen, Unikate, Irdenware, Steinzeug, Holzbrand und Salzglasur. Weihnachtliche Figuren, Kerzenhalter, Duftlampen und Keramik-Adventskränze runden das Angebot ab, das sich gut für das ein oder andere Weihnachtsgeschenk eignet.

Der Weihnachtstöpfermarkt im Schloss Thurnau ist ein Spezialmarkt und ausschließlich für keramische Erzeugnisse ausgerichtet.
Weihnachtstöpfermarkt wird er genannt, weil er in der Vorweihnachtszeit jedes Jahr am zweiten Adventswochenende stattfindet.

Renommierter Keramikmarkt

"Der Thurnauer Töpferweihnachtsmarkt ist einer der renommiertesten Keramikmärkte in Deutschland. Er lebt von guter Keramik und der Atmosphäre des Schlosses", hebt Veranstalter Jörg Labuhn bei der Eröffnung hervor. In puncto Essen und Trinken legt Labuhn großen Wert auf lokale Angebote. Schmecken lassen können sich Besucher und Töpfer original Thurnauer Bratwürste, frisch gebackene Waffeln, Lebkuchen und nicht industriell hergestellten Glühwein sowie Kinderpunsch. Im Kutschenhaus verwöhnen Kaffee und Kuchen.

Die Veranstalter Jörg und Andrea Labuhn stecken viel Arbeit in die wochenlangen Vorbereitungen. Für diesen unermüdlichen Einsatz bedankte sich Bürgermeister Dietmar Hofmann herzlich. Gleichzeitig freute sich Hofmann, am Wochenende Gäste aus der Thurnauer Partnerstadt Positano und aus der Tschechischen Republik begrüßen zu können. "Uns wird auch Oberbürgermeisterin Olga Halakova aus der tschechischen Stadt Petschau besuchen, die selbst töpfert. Vielleicht ergibt sich daraus eine Kooperation", so Hofmann.

Qualität und Design

Die besondere Atmosphäre wissen auch die Aussteller zu schätzen. "Es ist ein schöner Markt. Weit zu fahren, aber es lohnt sich", sagt Elke Schubert von der gleichnamigen Töpferei aus der Nähe von Augsburg. Dass die Kunden mit dem Töpferweihnachtsmarkt zufrieden sind, weiß Kathrin Dörfler, die am Stand der Töpferei Higgs aus Erlenbach in Baden-Württemberg berät und verkauft. Die Töpferei Higgs stellt Gebrauchsgeschirr und Sonderanfertigungen aus Steinzeug her.

"Die Kunden sollen Freude haben"

"Die Kunden sollen Freude daran haben und es lange benutzen können. Dass Kunden mit Qualität und Design zufrieden sind, merken wir daran, dass nach 20 Jahren ein Service ergänzt wird", so Dörfler.

Neben der anspruchsvollen Handwerkskunst bringen die Töpfer Traditionen aus ihrer Heimat nach Thurnau. Zum Beispiel hat sich Andrea Lehnort vom Keramik-Atelier Andrea und Lüder Lehnort aus Gehren bei Ilmenau auf die Farbkombination Weiß/Blau mit verschiedenen Dekoren konzentriert: "Das Pünktchen-Dekor ist typisch für Thüringen."

Die Besucher genießen die stimmungsvolle Atmosphäre und das vielfältige Angebot: "Für jeden ist etwas dabei", sagt eine Besucherin, die sich den Auftakt des Weihnachtstöpfermarkts nicht entgehen lässt. Einem Paar aus Helmbrechts gefällt der erste Rundgang durch die Schlosshöfe, gekauft haben sie sich auch etwas Schönes. Ausreichend Zeit nimmt sich eine Frau aus Berndorf für ihren Adventsbummel: "Ich komme ursprünglich aus Thüringen, und es freut mich, dass auch Stände aus meiner ehemaligen Heimat zu sehen sind."
Der Förderverein des Töpfermuseums biete auch heuer eine Lostombola an. Ein Keramiklos kostet einen Euro und unterstützt die energetische Sanierung des denkmalgeschützten Thurnauer Töpfermuseums. Zu gewinnen gibt es - natürlich - Wertvolles aus Keramik.