Laut Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) hatte lediglich das katholische Pfarramt St. Otto in Bad Berneck, das für die katholische Kirchengemeinde Himmelkron zuständig ist, Bedenken erhoben. Die Regierung von Oberfranken hielt die beabsichtigte Änderung generell für nicht begründet.

Unterbringung wünschenswert

Die Verantwortlichen des katholischen Pfarramtes Bad Berneck halten es aus christlicher Sicht für möglich und wünschenswert, eine kurzfristige Unterbringung von Asylbewerbern im Gewerbegebiet zuzulassen.

Nach Abwägung der öffentlichen und privaten Belange wurde die Stellungnahme der katholischen Pfarrgemeinde nicht berücksichtigt.

Die Stellungnahme der Regierung von Oberfranken, dass die Änderung der beiden Bebauungspläne nicht begründet ist, wertet der Gemeinderat als Hinweis und kam zum Ergebnis, dass die
geplanten Änderungen nicht nur durch den Immissionsschutz begründet sind, sondern auch im Gesetz über Maßnahmen im Bauplanungsrecht zur Erleichterung der Unterbringung von Flüchtlingen vom 20. November 2014 wird darauf hingewiesen, dass die nachbarlichen Interessen mit dem öffentlichen Belangen vereinbar sein müssen.

Im Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern

Mit dem Bebauungsplan "Gössenreuth-West" wurde ein weiterer Bauleitplan der Gemeinde Himmelkron als Satzung beschlossen. Der Gemeinderat legte sich darauf fest, dass die Erschließung des Gewerbe- und Mischgebietes in einer Gesamtmaßnahme und nur im Einvernehmen mit den vier betroffenen Grundstückseigentümern erfolgen wird.

Das Landratsamt Kulmbach hatte aus immissionsschutzfachlicher Sicht eine Änderung in der Nutzungsart der baulichen Flächen vorgeschlagen und ausschließlich die Ausweisung als Gewerbeflächen empfohlen.
Der Gemeinderat lehnte diesen Vorschlag allerdings ab. Zur Entscheidungsfindung wurde auch das Gutachten des Büros IBAS aus Bayreuth vom 2. Oktober 2014 zur schalltechnischen Untersuchung herangezogen. Eine Ausweisung als Gewerbegebiet erscheint dem Gemeinderat im Hinblick auf die direkt angrenzende Ortsbebauung von Gössenreuth nicht realisierbar.