"Ich habe in der Zeit auch alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Ich habe beim SKC Kasendorf begonnen, weil ich dort auch wohnte. Doch wie ich dann in Kulmbach gebaut hatte, bin ich zum SKC Metzdorf gewechselt", erklärte Kunesch bei der Jubiläumsfeier am Samstagabend in der Dreibrunnen-Gaststätte. Der Kulmbacher Kegelsportverein feierte dort seinen 110. Geburtstag.

Von Ehrung überrascht

Dass Kunesch dort zum Ehrenmitglied ernannt wurde, kam für ihn etwas überraschend. "Denn dann heißt es ja oft, es dauert nicht mehr lange und man muss aufhören mit dem aktiven Kegelsport. Aber ich will schon noch ein paar Jahre weitermachen. Ich bin froh, dass ich den Sport überhaupt noch ausführen kann."

Kunesch hat Spaß an der Bewegung. Und er hat durch seinen Sport sehr viele Freundschaften geschlossen.
"Die Kameradschaft im Kegelsport ist mir sehr wichtig." Karl Kunesch kegelt immer noch einen Schnitt von beachtlichen 400 Holz.

Bürgermeister Frank Wilzok erinnerte in seiner Festansprache daran, dass es für den SKC Metzdorf nicht immer einfach war, junge Talente zu motivieren, Wettkämpfe auszurichten oder Sponsorengelder einzuwerben: "Die Mitglieder des SKC sind allen Herausforderungen stets mit Elan, Flexibilität und innovativen Ideen begegnet. Aber genau das ist es, was einen Verein auszeichnet." Wilzok bezeichnete den SKC Metzdorf als einen erfolgreichen Verein: "Ihr habt so manchen Titel geholt. Die erste Herrenmannschaft spielt künftig in der Bezirksoberliga Oberfranken. Ihr habt viele talentierte Kegler entdeckt und gefördert, die es weit brachten und so manchen Pokal errungen haben."

Im Verein am schönsten

Wie Wilzok weiter ausführte, schätzen viele Menschen die sportliche Bewegung, doch vielfach wende man sich nicht mehr dem Vereinssport, sondern den Fitnessstudios oder Jogging-Gemeinschaften zu: "Hier sind den Vereinen Konkurrenten erwachsen. Der traditionelle Sportverein muss etwas tun, um attraktiv zu bleiben, denn: Sport ist im Verein am schönsten. Das wurde hier beim SKC früh erkannt und entsprechend gehandelt."

Richtig verstandener Sport habe den Menschen noch nie so gut getan wie heute: "Wir bewegen uns zu wenig, leiden unter Stress und Hektik. Wir haben immer mehr mit Zivilisationskrankheiten zu tun. Bereits Kinder und Jugendliche weisen Haltungsschäden und Übergewicht auf. Nur die Hälfte von ihnen ist an ein bis drei Tagen pro Woche körperlich aktiv. Fernsehen und Fertiggerichte bestimmen vielfach den Feierabend statt Bewegung und selbst bereitete, frische Kost."

Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann (CSU) betonte: "Auf die lange Tradition von 110 Jahren könnt ihr sehr stolz sein. Ihr seid ein starkes Team und steht zusammen."

Abschließend wagte Schatzmeister Jörg Schmidt noch einen Ausblick auf die nächsten Jahre: "Wir müssen die Begeisterung bei unseren Jugendlichen wecken, um sie auf Dauer an den Verein zu binden."

Die Ehrungen

25 Jahre Markus Schwing, Werner Göttlicher

50 Jahre Hermann Bergmann

60 Jahre Helmut Penning

Ehrenmitgliedschaft Karl Kunesch

600 Spieleinsätze Mario Kornatz.

400 Siegfried Rödel und Jörg Schmidt.

300 Thomas Wirth.