Mario Münch hat sein Elektrotechnik-Unternehmen seit der Gründung im Jahr 2004 kontinuierlich weiterentwickelt. Heute beschäftigt der 30-Jährige 50 Mitarbeiter. Und demnächst werden 20 bis 25 weitere hinzukommen.
Der Grund dafür liegt in einer neuen Entwicklung, für die Münch einen hohen sechsstelligen Betrag investiert hat. Bei dieser Entwicklung handelt es sich um ein Halterungssystem für Photovoltaikanlagen auf Flachdächern, das vom Patentamt als einzigartig eingestuft wurde. "Ich verspreche mir sehr viel davon", betont Münch, der auf zahlreiche Anfragen von potenziellen Kunden unter anderem aus dem Ausland hinweist.

Einfach und leicht


Die entscheidenden Vorteile dieses Halterungssystems skizziert Münch wie folgt: "Das System hat im Vergleich zu anderen Modellen die wenigsten Bauteile, kann nur mit einem einzigen Werkzeug montiert werden und verfügt bereits über eine integrierte Kabelführung. All dies führt vergleichsweise zu den kürzesten Montagezeiten. Der wichtigste Vorteil ist aber die sehr niedrige Flächengrundlast." Sei man in der Vergangenheit mit der Installation von Photovoltaikanlagen auf Flachdächern wegen deren Statik vielfach gescheitert, öffne das neue System dem Unternehmen Münch neue Türen. "Durch dieses System liegt das Gewicht von Halterung und Modul pro Quadratmeter nur bei sieben bis neun Kilogramm", betont Münch.

Spoiler-System wie in der Formel 1


Erreicht wird dies unter anderem durch ein Spoilersystem. "Das ganze funktioniert etwa wie in der Formel 1", erklärt Münch. Eine Verschraubung der Anlage auf dem Dach sei dadurch nicht erforderlich, weil sie bei Wind auf das Dach gepresst werde. Dadurch seien Folgeschäden ausgeschlossen. "Früher wurden Anlagen auf den Flachdächern verschraubt. Das hat häufig zu Problemen mit dem Wasser geführt. Das ist jetzt aber vorbei."
Ursprünglich spielte Münch mit dem Gedanken, die Lizenz zu verkaufen und das System extern produzieren zu lassen. "Doch wenn man eine solche Entwicklung zur Serienreife geführt hat, wäre das definitiv der falsche Weg gewesen", betont Münch, der im Falle eines Lizenzverkaufs einen Innovationsstopp im Unternehmen befürchtet hätte.
Knapp zwei Jahre hat er an dieser Entwicklung getüftelt. "Dabei ist auch die Praxiserfahrung unserer elf Bautrupps eingeflossen." Umso mehr ist der 30-Jährige auf dieses Projekt besonders stolz.