"Aufgeregt? Nein. Jerome Damm hat weder Herzflattern noch Lampenfieber. Ganz cool hört er sich die Vorträge beim "Supertalent"-Wettbewerb der Kulmbacher Schulen an. Der Neuntklässler aus Mainleus startet im zweiten Drittel. "Das könnte klappen. Ich mache Beatboxen doch schon, seitdem ich sechs Jahre alt bin", sagt "Jay-Jay" vor seinem Auftritt selbstbewusst - dann steigt er auf die Bühne, um das Publikum von seiner Kunst zu begeistern.
Und das klappt. "Ja-Jay" erzeugt mit Mund und Nase die tollsten Töne, einfach unglaublich. "Ich brauche keine Geräte oder Instrumente", sagt er. Er plobbt, schnauft und stöhnt ins Mikrofon und erzeugt so Rhythmus pur. Seine Fans aus Mainleus hielten Schilder mit der Aufschrift "Jay-Jay" hoch und fotografierten ihren Super-Star.
Sogar die Lehrer unter den Zuhörern waren begeistert.
Mit Lukas Greiner von der Mittelschule Untersteinach-Stadtsteinach ging noch ein zweiter Beatboxer an den Start, doch das Rennen macht Jerome. "Voll geil" oder "Absolut der Hammer" sind die Meinungen der Jurymitglieder.
Unter die Top 3 kamen ferner Wioletta Lisowska von der Hans-Edelmann-Schule, die sich bei ihrem Hip-hop-Tanz fast verknotete und Kaan Apari, der mit der Super-Schnulze "Ich liebe dich" von Sinan Gänsehaut-Feeling erzeugte.
Beim Supertalent-Wettbewerb, der zum zweiten Mal in der Hans-Edelmann-Schule ausgetragen wurde und den Tobias Strobel, Leonie Opel und Romy Ostwald moderierten, traten zwölf Solisten, Gruppen und Formationen an. Miguel Brenneke und Judith Ewald zeigten am Keyboard und an der Querflöte, was sie können. Antonia Bachman, Lorena Crass, Celina Degelmann und Vanessa Schmidt sangen. Alexander Behringer, Felix Neumeister und Kevin Witzgall hatten "Altes Fieber" von den Toten Hosen einstudiert. Dennis Beyer musste, weil seine Pantomime-Partnerin erkrankt war, kurzfristig umdisponieren und zeigte eine Michael-Jackson-Performance.
Bei den Mädchen standen Tänze im Mittelpunkt. Und so mancher Lehrer staunte, wie sexy schon die Fünft- und Sechstklässler sein können. Ein echtes Highlight bot auch Max Ustitsch. Der Achtklässler zeigte Kunststückchen auf seinem Rad, erklomm Treppen und fuhr über Hindernisse.