Dass es im ehemaligen "Kaufplatz" immer wieder Fehlalarm gibt, bestätigt Jürgen Hochgesang, der Pressesprecher der Kulmbacher Feuerwehr. "Allein in der letzten Woche waren wir vier Mal dort."
Den Grund dafür kennt Hochgesang genau: "Die gesamte Brandmeldeanlage dort ist das Problem. Die Rauchmelder müssten gewartet oder gereinigt werden."
Ende des Jahres 2010 waren in dem Betonklotz, der einst ein modernes Einkaufszentrum beherbergt hatte, die Lichter ausgegangen. Seitdem steht das Gebäude leer, verwahrlost offenbar. Staub beeinträchtigt die Funktion der Rauchmelder, die auf die Unterbrechung von Lichtstrahlen ansprechen. Normalerweise geschieht das, wenn Rauchpartikel in der Luft sind. "Bei den Staubeinlagerungen in diesem Gebäude kann aber sogar eine Spinne, die über den Rauchmelder läuft, den Alarm auslösen", so Pressesprecher Hochgesang.
Solche Einsätze kosten Zeit.
Das kann für die Helfer der Kulmbacher Feuerwehr, die ehrenamtlich tätig sind, zum Problem werden: Immer wieder müssen sie aus nichtigem Grund ihren Arbeitsplatz verlassen. Solche Einsätze kosten aber auch Geld. "Die Fehlalarme, die seit Mai im alten Kaufplatz-Gebäude ausgelöst wurden, haben bisher Kosten von rund 2000 Euro verursacht", sagt Andrea Mandl, Pressesprecherin der Stadt Kulmbach.
Die Kosten muss der Eigentümer tragen. Das ist derzeit die Promontoria, eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dresden und Frankfurt. Für eine Stellungnahme war dort niemand zu erreichen. Bei der Stadt Kulmbach hat man das Problem nun angepackt. Es hat offensichtlich bereits eine Begehung stattgefunden. Schon in den nächsten Tagen könnten die Rauchmelder in dem Gebäude kontrolliert und überarbeitet werden.