Und damit die Helfer vor eine schwere Aufgabe zu stellen. Denn Waldbrände gehören mit zu den schwierigsten Herausforderungen, die Feuerwehren zu meistern haben. Unwegsames Gelände und eine an vielen Stellen schwierige Wasserversorgung machen Einsätze heikel.

Dürr wie Zunder


Kreisbrandrat Stefan Härtlein fordert deshalb aktuell zu besonderer Vorsicht auf. "Und das gilt nicht nur für den Wald. Eine aus dem Autofenster geschnippte Zigarettenkippe kann genauso gefährlich werden", sagt der Experte und verweist darauf, dass viele Straßenränder inzwischen dürr wie Zunder sind.
"Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald gründsätzlich Rauchverbot", ergänzt Michael Schneider, seines Zeichens Bereichsleiter der Außenstelle Stadtsteinach des Amtes für Landwirtschaft und Forsten Kulmbach. Seit Dienstag ist sein Kollege Christof Maar wieder als Luftbeobachter mit dem Flugzeug über den Wäldern Oberfrankens unterwegs. Schneider bittet zudem die Forstarbeiter darum, gänzlich auf die durch Sonderauflagen streng geregelte Verbrennung des so genannten Schlagabraums zu verzichten.

Gefahrenquelle Katalysator


Was Kreisbrandrat Stefan Härtlein sicherlich begrüßt. Aus langjähriger Erfahrung weiß der Fachmann aber auch, dass nicht alleine offenes Feuer eine Gefahr darstellt. Auch eine weggeworfene Flasche kann durch den Brennglaseffekt sehr wohl einen Brand auslösen. Oder ein Auto, das im hohen Gras abgestellt wird und durch die Hitze des Katalysators ein Feuer entfacht.

Sofort die 112 rufen


Und wie sollte man sich verhalten, wenn man als Spaziergänger im Wald eine Brandstelle entdeckt? "Wenn es ein kleines Feuer ist, sollte man durchaus einen Löschversuch unternehmen", sagt Härtlein, warnt aber vor Selbstüberschätzung. "Eine Eigengefährdung muss ausgeschlossen werden können."
In jedem Fall sollte sofort die 112 angerufen werden werden, erklärt der Kreisbrandrat.

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