Vom Verfahren nicht betroffen sind die mit der Horn KG verbundenen Unternehmen Schüler & Co. in Kulmbach und Active Tex GmbH, Grafengehaig. Das gab gestern Geschäftsführer Jan Peter Büning in einer Pressemitteilung bekannt.

Besonderer Druck aus Asien

Die Horn KG produziert und vertreibt Heimtextilien sowie technische Textilien. Vor allem der Markt für Heimtextilien stehe seit Jahren durch den sich verschärfenden Wettbewerb mit preiswerten Textilien aus Asien unter besonderem Druck. Darüber hinaus würden im Moment weniger Textilien am Fenster eingesetzt. Der innenliegende Sonnenschutz sei dabei einer der Hauptmitbewerber, wenn es um textile Fensterdekorationen geht.
Die Horn KG beschäftigt 78 Mitarbeiter.
Die Februar-Gehälter wurden vom Unternehmen bezahlt, und die Lohn- und Gehaltszahlungen für die 78 Beschäftigen sind zunächst bis Ende Mai gesichert.

Zur Unterstützung wurde der Sanierungsexperte Volkswirt Thomas Beyer aus Fürth berufen. Zudem hat das Amtsgericht Bayreuth den erfahrenen Rechtsanwalt Stefan Oppermann aus der Nürnberger Niederlassung der Insolvenzverwalterkanzlei Curator AG zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Er soll die Geschäftsleitung begleiten und überwachen.

"Wir haben das klare Ziel, das Unternehmen zu sanieren! Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ist dazu der einzig geeignete Weg, um die notwendigen Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen", so Geschäftsführer Jan Peter Büning. "Dabei werden wir uns vor allem auf die profitablen Bereiche der Heim- und Objekttextilien sowie auf den Bereich technische Textilien, welcher über die Beteiligung Active Tex GmbH, Grafengehaig betreut wird, konzentrieren."

Ziel: Wieder erfolgreich werden

In den kommenden Monaten soll nun in Zusammenarbeit mit dem vorläufigen Sachwalter nach Möglichkeit ein Insolvenzplan erstellt werden, um mit den geeigneten Maßnahmen zügig aus der Insolvenz in Eigenverwaltung wieder in einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb über zu gehen.

Die Beschäftigten wurden am Mittwochnachmittag in einer Betriebsversammlung in den Räumen des Grafengehaiger Unternehmens von der Geschäftsleitung und von Rechtsanwalt Oppermann über die aktuelle Lage unterrichtet.

Die Belegschaft des Unternehmens habe in großer Ge- und Entschlossenheit signalisiert, diesen Sanierungsweg gemeinsam mit der Geschäftsleitung gehen zu wollen. red