Die Bäume müssen nicht komplett gefällt werden. Das Unterschriftensammeln für den Erhalt der Lindenallee in der Bahnhofstraße war bislang "Demokratie zum Nulltarif", betonten Espig und Geyer bei der öffentlichen Sitzung von Pro Stadtsteinach im Ratskeller.

Genügend Unterschriften


Die beiden Interessengruppen haben ihr Ziel erreicht und mehr als die benötigten 271 Unterschriften, die für die Einleitung eines Bürgerentscheides nötig sind, gesammelt. Es waren mehr als 300 gültige Unterschriften von wahlberechtigten Stadtsteinachern. "Auf den Listen haben sogar Urlauber unterschrieben, die gar nicht fassen konnten, dass die Linden fallen sollen", ergänzte Alwin Geyer. Diese seien zwar für einen Bürgerentscheid nicht relevant, aber zeigten, dass die Bäume Sympathie genießen.
"Das, was uns die Menschen entgegengebracht haben, war einfach unglaublich positiv", war auch Hermanita Espig, die Unterschriften sammelte, begeistert von der Offenheit der Bürger. "Stadtsteinach ist grüner als man denkt", freute sich Alwin Geyer.

Verweigerer aus Angst


Was den Unterschriftensammlern zu denken gegeben hat, ist die Tatsache, dass viele Stadtsteinacher sich nicht trauten, zu unterschreiben, weil sie geschäftliche Einbußen fürchten.