Kauerndorf — Wenn er in seinem Atelier steht und malt, ist sein Blick nach innen gerichtet, auf die Dinge, die den Menschen an- und umtreiben. Gerhard Popp entwirft Seelenlandschaften, die den Betrachter im Innersten berühren, die ihm gleichermaßen fremd wie vertraut erscheinen. "Der Mensch mit all seinen Problemen ist das Hauptthema meiner künstlerischen Arbeit", sagt der Maler. Seine Bilder sind eine Suche nach dem Urgrund, der Bestimmung des Seins.
Malerei, Grafik, Design, Kunst am Bau - der 51-Jährige hat viele Fähigkeiten, seine Arbeiten können nicht nur bei Ausstellungen bewundert werden, sondern auch an öffentlichen Plätzen: So entstanden beispielsweise Brunnenanlagen aus Keramik für die Arbeiterwohlfahrt im Seniorendorf in Thurnau und in der Karl-Herold-Seniorenwohnanlage in Kulmbach.
Gerhard Popps Herz schlägt jedoch für die Malerei, schon seit Jugendzeiten. Im Lauf der Jahre hat er eine unverwechselbare Ausdrucksform entwickelt, die zu seinem Markenzeichen geworden ist. "Ich träume sehr intensiv und farbig." Diese Träume bringt Popp auf die Leinwand, wobei er unterschiedlichste Techniken und Materialien kombiniert. Aquarell-, Tempera-, Dispersions- und Ölfarben überlagern sich in Schichten und erhalten durch eine finale Firnisschicht besonderen Glanz.
Die Geheimwaffe des Malers sind selbst angemischte oder in vorhandene Farben eingearbeitete reine Pigmente. Popp zeigt ein paar Gläser voll staubfeiner Farbpigmente, deren Intensität einen Hauch von Übernatürlichkeit in sich trägt. Die Augen des Künstlers leuchten - das ist der Stoff, aus dem seine Träume sind, in denen alles miteinander verwoben ist.

Vita Geboren in Kulmbach, verheiratet, drei Kinder. Studium der Innenarchitektur in Rosenheim und Coburg. Preisträger mehrerer Kunstwettbewerbe, Träger des Kulturpreises der Kulmbacher Serviceclubs.

Ausstellungen Noch bis zum 13. Juli zeigt Gerhard Popp aktuelle Arbeiten in den Räumen der Holtz AG in Neudrossenfeld. Im nächsten Jahr sind Ausstellungen in Österreich, Italien und Köln geplant. Aktuelle Infos unter www.atelier-popp.de

Mehr über die Arbeit des Malers Gerhard Popp lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Bayerischen Rundschau.