Michael Heeg ist seit mehr als einem Jahr Seelsorger in Himmelkron. Die ganze Familie blickt voller Freude auf das Pfarrhaus, das nach seiner Sanierung zu einem wahren Schmuckstück geworden ist. Damit hat auch der Stress ein Ende, denn die Familie musste in den vergangenen zwölf Monaten ständig zwischen Bayreuth und Himmelkron hin und her pendeln - manchmal sogar mehrmals am Tag.

Großen Einfluss auf die Baumaßnahme hat Pfarrer Michael Heeg mit seiner Familie allerdings nicht nehmen können. Sabine Krug, die als Lehrerin an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, einer Förderschule für Lernbehinderte in Bayreuth, tätig ist: "Es gab nicht viele Möglichkeiten, weil alles vorgegeben war. Ich konnte zum Beispiel bei den Fliesen im Bad nur die Farbe der Borden auswählen.
Das haben wir dann auch gemacht, sonst aber nichts."

Sabine Krug ist sich dabei freilich im Klaren darüber, dass ein solch altehrwürdiges Gebäude mit seiner Architektur selbst die Vorgaben liefert: "Die Räume sind festgelegt, da sind Stuckdecken und Holzfußböden drin. Die sind toll und wurden nur aufbereitet und neu eingelassen. Es gab eigentlich nicht viel zu gestalten." Gut findet Sabine Krug, dass der Eingang für die Familie separat ist und das Foyer zwischen der Wohnung und dem Pfarramtsbüro getrennt wurde."

Schwierige Doppelrolle


Ihre Rolle als Frau des Pfarrers sieht sie als eine Art Spagat: "Weil ich einerseits voll berufstätig bin und ich mich andererseits, um Fuß zu fassen, in Himmelkron integrieren und auch engagieren muss. Ich finde das schwierig, und ich würde auch gern überall mitmachen. Aber ich komme da auch durch meine Berufstätigkeit an Grenzen."

Eines der Ziele der Sonderpädagogin ist es, die Verbindung zwischen den Himmelkroner Heimen und der Kirchengemeinde herzustellen. "Das war auch ein Auslöser, warum wir hierher gegangen sind. Ich lerne jetzt erst einmal alles kennen, und dann werde ich sehen, wo ich mich einklinke. Ich kann aber schon eines sagen: Ich finde die Himmelkroner voll nett."

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