Als langjähriger Leiter und Mitorganisator der Blutspendetermine im BRK-Haus hat sich nun Hermann Hambach aus dem ehrenamtlichen Dienst verabschiedet. "Ich habe das alles aus Liebe zum Menschen gemacht", sagte er.

Seit 1995 ist Hermann Hambach Mitglied im BRK, im Januar 2001 hatte er das Amt von Ella Glenk übernommen, "und mit fast 85 Jahren will ich mich künftig, solange es meine Gesundheit erlaubt, nur noch der Seniorenbetreuung widmen." Die Organisation von Festen, Fahrten und Veranstaltungen für Senioren ist nämlich sein zweites, ehrenamtliches Steckenpferd, das er mit Hingabe zusammen mit seiner Frau Gisela verfolgt.

Im November hat er die Organisation der Blutspendetermine in die jüngeren Hände von Kerstin Hoppert übergeben, die seit Februar 2019 Mitglied des 11-köpfigen Teams ist. "Wir sind ein tolles Team, und ohne das hätte ich diese Aufgabe wohl nicht übernommen", sagte sie am Montagnachmittag im BRK-Haus. Da nämlich fand parallel zur Verabschiedung von Hambach der monatliche Blutspendetermin statt, bei dem die Ehrenamtlichen sich um die Anmeldung der Spender, um deren leibliches Wohl und um die Geschenkausgabe kümmern.

Immer am dritten Montag im Monat ist fester Blutspendetermin von 13 bis 18.45 Uhr, in zwei Schichten sind die Ehrenamtlichen im Einsatz.

"Bereits in der ehemaligen Geschäftsstelle in der Flessastraße hat sich Hermann Hambach in ein etabliertes Team eingebracht, neue Impulse gesetzt und damit den Spendern eine große Freude bereitet", sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold. Er selbst hat mit Hermann Hambach schon viel gelacht. "Beim Blutspenden ist einmal eine Nadel aus meinem Arm gerutscht, da war der Beutel schon fast voll", erinnerte sich Jürgen Dippold. "Da hat Hermann die Leute angewiesen, die Nadel einfach auf der anderen Seite wieder rein zu stecken."

Durchschnittlich 120 Spender kämen pro Spendetermin ins BRK-Haus, da müsse die Mannschaft geführt werden, ergänzte Dippold. "Doch Hermann Hambach half nicht nur im BRK-Haus, sondern stand auch bei der Motorradsternfahrt, im Rathaus, im Einkaufszentrum oder im Blutspende-Truck helfend zur Verfügung.

Landrat Klaus Peter Söllner ließ es sich nicht nehmen, den lang verdienten Organisator persönlich zu verabschieden. "Hier läuft alles wie selbstverständlich, aber das ist es gar nicht", sagte er. Neben seiner Tätigkeit an sich habe Hambach auch immer neue Freiwillige angesprochen und das Team kontinuierlich erweitert. "Außerdem war er über viele Jahre Vorsitzender des DJK Kulmbach."

In Kerstin Hoppert habe man eine gute Nachfolgerin gefunden. "Die Arbeit macht Riesenspaß und ich freue mich auf die nächsten Jahre." Natürlich würde sich das Team freuen, wenn sich auf diesem Wege noch weitere Verstärkung finden würde.