Helmut Geiger arbeitet an seinem zweiten Buch. "Biergeschichte(n)" wird es heißen.Im Mittelpunkt stehen bislang weitgehend unbekannte Kleinbrauereien. "70 bis 80 solcher kleiner Betriebe hat's von 1860 bis zum Ersten Weltkrieg in Kulmbach gegeben, und von vielen findet man auch was", sagt Geiger. Er spricht von der "guten alten Bierzeit" und kommt ins Schwärmen: "Jedes Bier handwerklich gebraut, jedes ein anderer Geschmack, alles in nächster Umgebung: Da bräuchte niemand nach Schederndorf oder Huppendorf zu fahren."

Das erste Weizenbier


Das Kulmbacher Stadtarchiv ist für Geigers Zwecke eine Fundgrube gewesen. Jede freie Minute hat der Autor dort im letzten halben Jahr verbracht. Gefunden hat er unter anderem die skurrile Geschichte von der im Grünwehr beheimateten Felsenbräu. "Diese Leute hatten's immer schwer. Sie wollten sich mit neuen Ideen über Wasser halten. Sie haben - damals völlig untypisch - das erste Weizenbier in Kulmbach gebraut und ihr Bier sogar in Flaschen abgefüllt. Letztlich hat's nichts genutzt."

Alle Rätsel kann Geiger allerdings nicht lösen. So stößt er auf die Kleinbrauerei Pöhlmann und ihren Felsenkeller am Zwei falterberglein, Eingang Doktors gässchen. "Leider weiß bisher keiner, wo das beliebte Ausflugsziel gewesen ist."

Ein halbes Jahr wird Geiger noch für die Schreibarbeit brauchen. Es soll ein Buch werden, "das die Leute gerne lesen", sagt er, und am Jahresende erscheinen.

Mehr über Helmut Geiger und seine Biergeschichten lesen Sie am Wochenende in der Bayerischen Rundschau.