"Ja, es sieht ganz gut aus, dass das Projekt in Heinersreuth verwirklicht werden kann", sind Diplom-Geograph Martin Kastner und Geograph Johannes Schnabel von der Energie Vision Frankenwald in Kronach guter Dinge.
Der Verein Energie Vision Frankenwald hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Kulmbach, Kronach und Hof Bioenergieprojekte zu verwirklichen - 25 sollen es sein bis Ende 2013. Die ersten sind bereits verwirklicht oder in der Realisation.
Bei der Realisation der Projekte geht es in erster Linie um die Wärmeversorgung, doch eine Ausweitung des Geschäftsfeldes ist möglich, sagen Kastner und Schnabel. Auch in Richtung Stromgewinnung aus Biomasse haben die beiden Geographen, die frisch von der Universität kommen, schon einige Ideen.

Vorzeigeprojekte


In Heinersreuth ist die Errichtung eines Biomassekraftwerkes, das mit Hackschnitzeln betrieben werden soll, angedacht. Noch in dieser Woche wollen die Heinersreuther Vorzeigeprojekte in Effelter und Selbitz anschauen.

Details bis Februar


Bis Ende Januar soll die Befragung zur Ermittlung des Energiebedarfes in Heinersreuth abgeschlossen sein. Dann werden die Kosten ermittelt. Dazu muss geklärt werden, ob ein Heizhaus gebaut werden soll, oder ob vorhandene Liegenschaften nutzbar sind - und zu welchen Konditionen. Und dann muss auch die Länge der Leitung ermittelt werden. "Die genauen Details stehen dann im Februar fest, auch die Kosten", so Schnabel. Finanziert wird das Biomassekraftwerk über die KfW mit günstigen Krediten.

Günstiger als Öl und Gas


Auf diejenigen, die angeschlossen werden wollen, kommen erst einmal Kosten in vierstelliger Höhe zu. Es wird eine Betreibergesellschaft gegründet. Und die legt dann den Energiepreis fest. "Er wird auf jeden Fall günstiger als Öl und Gas sein"; versprechen die Experten.