Im Rahmen der Bezirksvorstandssitzung der oberfränkischen CSU kam es am Samstagvormittag im Fränkischen Hof auch zu einem Pressegespräch mit Finanzminister Markus Söder. CSU-Bezirksvorsitzender und MdB Hans-Peter Friedrich freute sich, dass Söder der Vorstandssitzung beiwohnte: "Wir waren sehr froh, dass Markus Söder heute hier war, weil wir ihn erstens mal loben wollten, was er alles für Oberfranken in den letzten Monaten und Jahren auf den Weg gebracht hat."

Friedrich wies darauf hin, dass vor einigen Jahren ein sogenannter Zukunftsrat - der allerdings seinem Namen nicht gerecht wurde - vorgeschlagen hatte, Bayern sollte sich auf die Metropolen München und Nürnberg konzentrieren und den Rest, wie man es betriebswirtschaftlich so macht, outsourcen. Friedrich: "Ich bin sehr froh, dass die Antwort der Bayerischen Staatsregierung sehr eindeutig war, denn wir haben erstens eine Verfassungsänderung bekommen und haben zweitens ein Heimatministerium, bei dem zunächst keiner so recht wusste, was es sein könnte."

Behördenverlagerung sieht Friedrich als "großen Wurf"
Nach den Worten des früheren Bundesministers Hans-Peter Friedrich habe es sich bewährt, das Ministerium einzurichten und Markus Söder mit diesem Posten zu betrauen. Die Kombination Heimatministerium und Finanzministerium hielt Friedrich dabei für sehr gut und merkte weiter an: "Ich glaube, dass sowohl die Nordbayern-Initiative mit 600 Millionen Euro für Innovation und Forschung im fränkischen Raum und in der nördlichen Oberpfalz der große Wurf war wie auch die Behördenverlagerung, von der Oberfranken am allermeisten profitiert."

Die Dankbarkeit der CSU Oberfranken kam bei der Bezirksvorstandssitzung gegenüber Minister Markus Söder auch deutlich zum Ausdruck. Bezirksvorsitzender Hans-Peter Friedrich: "Ich möchte darauf hinweisen, dass wir als CSU Oberfranken an den Zukunftsthemen in besonderer Weise arbeiten. Was wir daran sehen, dass wir jetzt in guten Zeiten die Substanz in Oberfranken, die hervorragend ist, mehren und Grundlagen für die Zukunft legen müssen. Wir haben eine sowohl ökonomische Substanz, das hat die Tatsache, dass wir schnell aus der Krise gekommen sind, auch gezeigt, als auch eine gesellschaftlich gute Substanz. Das zeigt das gigantische ehrenamtliche Engagement, das wir in Oberfranken vorzuweisen haben und politisch ist die Sache auch sehr stabil."

Digitalisierung ist das große Zukunftsthema
Es gelte an den großen Zukunftsthemen zu arbeiten und diese zu bewältigen. Der CSU-Bezirksvorsitzende Hans-Peter Friedrich nannte hier das große Thema "Digitalisierung", das nicht nur eine Antwort auf den demografischen Wandel gibt, sondern auch die Trendumkehr vom Land in die Stadt zu ziehen eines Tages herbeiführen könnte: "Jedenfalls ist das unsere Hoffnung und auch dafür müssen jetzt die Grundlagen gelegt werden. Das zweite große Thema ist die zukunftsfähige Kommune, an der die CSU mit der Wirtschaft und den Verbänden gemeinsam arbeitet." Dazu gehört nach den Worten von MdB Hans-Peter Friedrich auch, die finanzielle Ausstattung der Kommunen sicher zu stellen. Auch hier sehe die CSU in Oberfranken mit großer Freude, dass der bayerische Finanzminister sich dieses Thema auf die Fahne geschrieben habe, um zu erarbeiten, wie man auch im ländlichen Raum die Kommune so ausstatten kann, dass sie ihrer Aufgaben gerecht wird.

Die Wirtschaft braucht die jungen Asylbewerber
Wie der Bezirksvorsitzende Hans-Peter Friedrich weiter ausführte, habe sich der Bezirksvorstand auch mit dem Thema "Asyl" auseinandergesetzt: "Ein Thema, das uns noch in den nächsten Jahren begleiten und beschäftigen wird und auch eine großer Herausforderung ist." Friedrich verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass es von Seiten der IHK in Bayern große Interessen gibt, junge Asylbewerber als Lehrlinge einzustellen. "Wir sind jetzt gemeinsam dabei, auch mit der Bayerischen Staatsregierung im Bund sicherzustellen, dass junge Lehrlinge, die von unserer Wirtschaft gerade im ländlichen Raum gebraucht werden, auch die Chance bekommen, eine Lehre zu machen."

Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder bezeichnete sich selbst als einen Oberfrankenfreund, weil er zugleich ein Franken-Fan ist: "Ich habe eben im Bezirksvorstand die Aufgabe definiert, unsere Regionen hier mit zu unterstützen, insbesondere Oberfranken, weil Oberfranken ganz einfach eine besonders Strukturherausforderung hat, die sich schlichtweg durch die geografische Situation ergibt."