Der Etat, der einstimmig verabschiedet wurde, hat ein Gesamtvolumen von 3.431.110 Euro. Bei den Steuereinnahmen wird laut Anselstetter gegenüber 2011 ein Plus von voraussichtlich 355.202 Euro erzielt. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt betrage 447.870 Euro, für Investitionen werde eine erfreulich hohe freie Finanzspanne von 285.420 Euro erwirtschaftet. Besonders hob das Gemeindeoberhaupt die rückläufigen Zinszahlungen hervor, nachdem die jährlichen Tilgungsraten seit 2003 verdoppelt worden seien: "In dieser Zeit wurden Kredite über 1,26 Millionen Euro zurückgezahlt. Allein in den vergangenen sechs Jahren konnten dank unserer Finanzkraft Kredite in Höhe von fast 900.000 Euro getilgt werden. Durch diese finanziellen Kraftakte kann 2012 sogar eine unerwartete Rücklage von 143.200 Euro gebildet werden."

Vor diesem Hintergrund könnten neben den Pflichtaufgaben freiwillige Aufgaben erfüllt werden. Einen besonderen Schwerpunkt bilde erneut die frühkindliche Bildung und Betreuung, die in der modernen Kindertagesstätte mit Krippe und Hort mit insgesamt 136.000 Euro gefördert würden.


Mehr Bildung für die Kleinsten



"Geld ist aber nicht alles", so der Bürgermeister, weshalb sich auch die "geistige Investitionsquote" im Rathaus auf hohem Niveau bewege. So arbeite der Markt aktuell mit der Awo Hand in Hand, um neue Konzepte und Projekte zum Ausbau frühkindlicher Bildungschancen in der Kindertagesstätte auf die Beine zu stellen und an einem bundesweiten Projekt teilzunehmen. Auch auf dem schulischen Sektor und in der Seniorenpolitik werde eine "hohe geistige Investitionsquote" gewährleistet sein.

Anselstetter sprach die Genehmigung der beiden neuen Windenergieanlagen an, die es der Gemeinde ermöglichten, Miteigentümerin zu werden. Wirsberg werde dann mit einer Jahresproduktion von rund 13 Millionen Kilowattstunden Strom regionaler Vorreiter in Sachen Bürgeranlagen zur Energiewende. Mit dem Haushalt 2012 ist nach Meinung Anselstetters die Saat ausgebracht: "Wir müssen sie mit Hilfe unseres Verantwortungs- und Pflichtbewusstseins nun zum Keimen, Wachsen und Gedeihen bringen." Auch etwas Pioniergeist könne dabei helfen.

CSU-Fraktionschef Roland Burghofer sprach von bemerkenswerten Daten und stellte fest, dass das Wachstum in der Wirtschaft auch bei den heimischen Betrieben angekommen ist. Armin Kurz (SPD) sagte, dass der Haushalt "gut gestrickt" sei und der Gemeinde viele Möglichkeiten eröffne. Auch Thomas Steinlein (FW) bezeichnet die Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und der Einkommensteuerbeteiligung als erfreulich. Persönlich meldete er "Bauchschmerzen" wegen des geplanten Grunderwerbs an, der im Vermögenshaushalt veranschlagt ist.