Erfreulich: Die Finanzierung ist für die kleine Kirchengemeinde in trockenen Tüchern. Gegenwärtig ist der Glockenturm eingerüstet. Auch der Innenausbau wird in Angriff genommen, was zur Folge hat, dass das Gotteshaus gesperrt werden muss. Als Ausweichmöglichkeit dient den Gläubigen dann der Saal im Gemeindezentrum "Zur Tanne".
Am Dach des 45 Meter hohen Glockenturmes wurde bereits mit den ersten Arbeiten begonnen. Diplomingenieur Erich Luthardt vom Kulmbacher Büro iplan GmbH sieht zwar die Standsicherheit der Hauptkonstruktion nicht gefährdet, der erfahrene Statiker weist aber darauf hin, dass sich die Verbindungen der Holzkonstruktion zum Teil gelöst haben und die Auflagerschwellen der Sparren vor allem an den Eck-punkten stark geschädigt beziehungsweise total weggefault sind. Auch die Schalung, auf der der Schiefer befestigt ist, sei mittel bis stark geschädigt. "Hinzu kommt, dass durch den Sturm ,Kyrill' im Januar 2007 mehrere Schiefer und Anschlussbleche heruntergerissen wurden. Dieser Schaden wurde aber inzwischen repariert, so dass das Dach momentan wieder dicht ist."
Architekt Karlheinz Greim nennt den Sanierungsauftrag und die Gesamtgestaltung des Gotteshauses eine "tolle Aufgabe". Im Kirchenschiff müssten Deckenarbeiten ausgeführt werden. An der mit Stuck verzierten Holzbalkendecke sei der Putz an mehreren Stellen gerissen und in Teilbereichen sogar abgelöst. Diese Bereiche würden in Kürze von Restaurator und Kirchenmaler Uwe Franke aus Wernstein und einem Bamberger Experten noch genauer untersucht. "Das ist mit die schwierigste Arbeit. Zunächst soll die Tragfähigkeit wieder hergestellt werden, außerdem wird die Decke kirchenmalerisch restauriert", erläutert Greim, demzufolge die ganze Kirche komplett neu gestrichen wird.

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