Wie viele Stimmen die Parteien bei den Kommunalwahlen am 16. März bekommen, das ist noch offen. Fest steht aber, dass die Sitzverteilung diesmal anders berechnet wird - und das wird kleinen Parteien in den Kommunalparlamenten im Landkreis wohl ein paar Sitze mehr verschaffen.

Bisher wurde die Sitzverteilung nach dem d'Hondt'schen Verfahren geregelt. "Dabei werden die erlangten Stimmenzahlen durch 1, 2, 3 und so weiter geteilt, und die Sitze gemäß der höchsten Ergebnisse verteilt", erklärt Hermann Bücher, Experte für Kommunalrecht an der FH für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Hof. "Das begünstigt große Parteien, denn je höher die Stimmenzahl, desto höher die Teilungsergebnisse."

Ab sofort wird bei den Kommunalwahlen in Bayern nach dem Hare/Niemeyer-Vefahren gerechnet.