Das Martinshorn hörte man weithin, der Blick reichte von der 30 Meter hohen Drehleiter der Feuerwehr Kulmbach bis ins Rotmaintal, neugierige Blicke über das Gelände zwischen Rathaus und Gerätehaus. Es war richtig was los beim 3. Kinder- und Jugendaktionstag der Neudrossenfelder Rettungsorganisationen.

Der Nachwuchs hatte wieder Gelegenheit, aus erster Hand zu erfahren, was Helfen heißt - und staunte nicht schlecht, was die Großen so alles können. Denn die Stützpunktwehr Neudrossenfeld zeigte schnell und präzise die Bergung einer eingeklemmten Person, die mit Rettungsschere und Spreizer aus einem Auto befreit wurde.
Wie man mit einer Fettexplosion umgeht, erklärte der heimische Kommandant Markus Schirmer, der zusammen mit der Wehr Altdrossenfeld die technische Leitung innehatte. Nebenan übten sich die Jüngsten im Zielspritzen und beim Entenfischen, guckten ehrfürchtig auf die großen Feuerwehrautos und durften sich sogar ans Steuer setzen.

Das THW Kulmbach hatte den Bagger "Zettelmeier" mitgebracht, da kamen sich die jungen Besucher ganz klein vor. Per Joystick bewegten die Heranwachsenden die imposante Schaufel. Und wie man richtig Erste Hilfe leistet, brachte die BRK-Bereitschaft Neudrossenfeld näher. Dort gab es einen Parcours mit den vielen Stationen einer Rettungskette.Dass hier eine Hand in die andere greifen muss, lernten die Jugendlichen. Interessiert machten sie mit und ließen keine Aktion aus, die im Ernstfall hilft, Leben zu retten.

Björn Sommerer war mit dem Nachmittag mehr als zufrieden, "heute haben wir bestimmt wieder ein paar neue Fans gewonnen". Aus einem solchen Aktionstag sei auch die Kinderfeuerwehr entstanden, die mittlerweile 35 "Aktive" habe. Der Feuerwehr-Vorsitzende bezeichnete das alles als ersten Einstieg in das Helfen, "damit kann man nicht früh genug anfangen", meinte er.

Bürgermeister Harald Hübner freute sich vor allem darüber, "dass die Rettungsorganisationen am Aktionstag so harmonisch zusammenarbeiteten und ihre Bedeutung herausstellen konnten".