Musik spielt für Maximilian Schaller eine wichtige Rolle. Der 16-Jährige spielt seit acht Jahren Trompete und ist in seinem Fach mittlerweile ein richtiger Könner. Beweis dafür ist das Leistungsabzeichen in Gold des Nordbayerischen Musikbunds, das der junge Kulmbacher voller Stolz tragen darf. "Die Prüfung ist schon sehr anspruchsvoll", sagt Maximilian, der sich über Bronze und Silber hochgearbeitet hat. "Man muss zum Beispiel alle Tonleitern in Dur und Moll beherrschen und dazu auch viel Theorie", erzählt der Kulmbacher, der seit vier Jahren an der Städtischen Musikschule bei Harald Streit Unterricht hat.

Die Würfel entscheiden


Gemeinsam mit seinem Lehrer hat er die sechs Pflichtstücke einstudiert, die für die Prüfung vorbereitet werden müssen. "Nur zwei davon musste ich tatsächlich spielen, aber das wurde erst unmittelbar vor der Prüfung ausgewürfelt." Nicht nur zu Hause, sondern auch in Hammelburg hat der junge Mann intensiv geübt. "In der so genannten Goldwoche konnte ich mit den Dozenten noch viele Feinheiten erarbeiten. Das bringt schon was", erzählt Maximilian und freut sich über das Ergebnis. Das Musikerleistungsabzeichen in Gold stellt immerhin die höchste instrumentale Qualifikation in der Blasmusik dar.
Um an der Musikakademie Hammelburg "Gold" zu schaffen, sind viel Disziplin und Übungsfleiß erforderlich. Doch beides bringt der 16-Jährige mit und dazu auch eine große Musikalität, die ihm in die Wiege gelegt wurde. Vater Roland Schaller ist als Musiker in vielen Ensembles tätig und auch als Arrangeur bekannt. Gemeinsam spielen beide in der Kulmbacher Stadtkapelle.
Lernwillige und talentierte Musiker sind hier immer sehr willkommen, und Maximilian ist beides. Das freut Thomas Besand, seit 21 Jahren Dirigent der Kapelle und zuvor seit 1983 als Waldhornist im Ensemble. Dass er mit dem derzeit 54 Köpfe starken Orchester ein anspruchsvolles Repertoire erarbeiten und immer wieder viel beachtete Konzerte präsentieren kann, sei dem Fleiß und Einsatzwillen aller Musiker zu verdanken.
Im Orchester gehört Maximilian Schaller zu den Jüngsten. Zwischen 14 und 82 Jahre alt sind die Musiker - und das ist für den Zusammenhalt untereinander und die Kontinuität in der Orchesterarbeit sehr vorteilhaft weiß Thomas Besand.

Wertvoll für den Verein


Er ermutigt jeden Orchestermusiker, der sich den Leistungsprüfungen unterziehen möchte. Nicht, weil man das muss, um in der Stadtkapelle mitzuspielen - dafür zählt allein eine solide Grundausbildung und die grundsätzliche Beherrschung des Instruments. "Ziele zu haben und diese nach und nach zu erreichen, sorgt aber für nachhaltige Motivation. Und motivierte Musiker bringen den Verein voran."

Mehr über den Goldtrompeter und die Stadtkapelle Kulmbach lesen Sie am Freitag in der Bayerischen Rundschau.