Das Spurenelement Jod steckt in fast allen Lebensmitteln, wenn auch meist nur in geringen Mengen. Da Deutschland als Jodmangelgebiet gilt, wird seit den achtziger Jahren verstärkt jodiertes Speisesalz verwendet. Nicht nur den Privathaushalten wird dessen Verwendung em pfohlen, sondern auch dem Lebensmittelhandwerk und der Industrie. Zusätzlich findet es sich im Kraftfutter für Tiere.

"Was eigentlich der Gesundheit dienen soll, macht mich krank", klagt die Ködnitzerin. Seit Kinderzeiten reagiert sie mit Ausschlägen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kreislaufzusammenbrüchen auf den Verzehr verschiedenster Speisen. Vor allem Milchprodukte und Fleisch, aber auch Schokolade, Speiseeis, viele Getreidesorten und einige Gemüse lösen heftige Reaktionen aus. Erst nach einer langen Odyssee von Arzt zu Arzt, kam die Industriekauffrau, die selbst im Lebensmittelgewerbe arbeitet, Jod als dem Auslöser des Übels auf die Spur.

Quer durchs Land unterwegs


Ihre Probleme hat sie in den Griff bekommen, seit sie konsequent auf jodarme Lebensmittel umgestiegen ist. Sich diese zu besorgen, ist allerdings alles andere als einfach und erfordert viel Einsatz. "In Bioläden und bei einigen Direktvermarktern bekomme ich einige Produkte, in Kulmbach gibt es immerhin einen Bäcker, der Brot ohne Jodsalz anbietet, Schweinefleisch bekomme ich in Bamberg, Geflügel und Rind von einem Biobauernhof aus Rosenheim. Die meisten aus Frankreich, Irland und Italien importierten Lebensmittel sind für Bettina Popp ebenfalls in Ordnung, jedoch in deutschen Supermärkten nicht so leicht zu finden. "Deshalb fahre ich regelmäßig zum Einkaufen nach Frankreich."

Mehr zum Thema und Meinungen von Medizinern und Pharmazeuten zu diesem Problem lesen Sie am Freitag in der Bayerischen Rundschau.